11.01.2012

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E-Bugster-Weltpremiere in Detroit: VW setzt den Beetle unter Strom

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VW zeigt auf der North American International Auto Show in Detroit seine Vision von sportlicher Elektromobilität: Die Studie E-Bugster beschleunigt in 10,9 Sekunden auf knapp 97 km/h und soll über 180 km rein elektrisches Fahren ermöglichen.

Es lohnt ein kurzer Blick auf die elektrische Antriebseinheit - soll sie doch unter dem Namen Blue-e-Motion 2013 unter anderem in einer Golf-Version in Serie gehen. Zu dieser Einheit gehört ein 80 kg schwerer Elektromotor, der 85 kW zur Verfügung stellt. Seine Energie bezieht er aus einer Lithium-Ionen-Batterie, deren Module sich hinter den Vordersitzen befinden. Ihr Energiegehalt von 28,3 kWh genügt laut VW im städtischen Umfeld für eine Reichweite von mindestens 110 Meilen (180 Kilometer). Dank einer Schnellladefunktion sollte die Batterie an entsprechenden Ladestationen innerhalb von 35 Minuten wieder geladen werden. Zuhause lässt sich der Akku des E-Bugster zudem über die in Amerika üblichen 120-Volt-Steckdosen laden (230-Volt-Netz in Europa). Die Schnittstelle für das Ladekabel befindet sich im Bereich der C-Säule unter der normalen Tankklappe.

Dank eines neuen Combined Charging Systems, das in Kooperation der deutschen Automobilhersteller Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen sowie der amerikanischen Partner Ford und General Motors/Opel entwickelt wurde, lässt sich der E-Bugster über die eine Schnittstelle mittels allen verfügbaren Ladearten "auftanken". Möglich seien dabei sowohl das einphasige Laden mit Wechselstrom als auch das deutlich schnellere Gleichstromladen an Stromtankstellen. Die Kooperationspartner haben somit einen für sich einheitlichen Industriestandard für die Stecker künftiger Elektrofahrzeuge entwickelt. Zudem sollen im Combined Charging System die Ladesteuerung und die elektrische Architektur ebenfalls für alle Ladearten implementiert sein. Neben geringeren Kosten erhofft sich VW eine erfolgreichere Verbreitung der Elektromobilität.

Wie viel Energie der Fahrer des E-Bugster gerade abruft, erkennt er über eine Leistungsanzeige. Darüber hinaus gibt es eine Reichweitenanzeige sowie ein Display mit dem Ladestatus der Batterie. Neu an Bord der Beetlestudie ist zudem ein Instrument, über das der Fahrer die Rekuperationsintensität ablesen kann. Das soll wohl zum moderateren Fahren animieren, denn geht der Fahrer vom Gas geht und/oder bremst, kann er über die Umwandlung und Zwischenspeicherung der kinetischen Energie die Reichweite des E-Bugster vergrößern.

Im Vergleich zum geschlossenen Beetle duckt sich der Bugster um 90 mm auf 1400 mm. Die Breite (1838 mm) wuchs um 30 mm; die Länge dagegen blieb mit 4278 mm gleich. In der Frontansicht fällt die ebenso flache wie breite Frontscheibe auf, deren Glas sich seitlich bis über die A-Säulen zieht. Darüber hinaus differenziert sich der mit LED-Scheinwerfern ausgestattete E-Bugster über den komplett individualisierten Stoßfänger vom Serien-Beetle: Links und rechts von der zentralen Lüftungsöffnung integrierten die Designer in LED-Bänder C-Form als Tagfahrlichter. Im ebenfalls neu gestalteten Heckstoßfänger tauchen diese Design-Elemente in modifizierter Form als Rückstrahler auf.

Im Interieur sollen Sportsitze und ein in Wagenfarbe lackierter, durchgehender Mitteltunnel die Sportlichkeit des E-Bugster unterstreichen. Da dem Betätigen des Start-Stopp-Knopfes nun kein akustisches Highlight folgen kann, haben sich die Designer für ein optisches "Erwachen" des Elektro-Beetles entschieden. So erleben die Insassen, sobald sie den Wagen starten, eine Lichtinszenierung, die das Interieur zunächst in ein weißes, dann in ein blaues Licht taucht. Einem Impuls im Kombiinstrument folgend, öffnen sich dabei ein Lichtvorhang und eine nur einen Millimeter dünne Lichtlinie in den Türbrüstungen und rund um die Luftausströmer.
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Autor(en): Caterina Schröder
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