23.01.2012

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Spiel, Spaß und Vernetzung: GM arbeitet an interaktiven Fenstern für Fondpassagiere

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Langeweile auf den Rücksitzen: Der US-amerikanische Automobilkonzern General Motors arbeitet an Lösungen, die das verhindern sollen. Forscher und Entwickler beschäftigen sich mit einem neuen Konzept der Rücksitz-Unterhaltungstechnologie. Dieses multifunktionale Unterhaltungsprogramm benutzt die Fondfenster als Projektionsfläche.

Im Auftrag der F&E-Abteilung von GM suchen Forscher und Studenten des Future Lab der Bezalel Academy of Art and Design in Israel nach Lösungen, um Insassen und vor allem Kindern auf der Rückbank neue Erfahrungen zu bieten. Die Inspiration zu dem Forschungsprojekt namens Windows of Opportunity (WOO) - zu Deutsch "Fenster der Gelegenheit" - lieferten laut Konzern Psychologiestudenten, die darauf verwiesen, dass sich Mitfahrer auf dem Rücksitz oftmals von der Umwelt ausgeschlossen fühlen. Daher sollten die Bezalel-Studenten Autofenster in interaktive Displays verwandeln. Diese sollten das Bewusstsein stimulieren, Neugierde fördern und zu einer stärkeren Verbindung mit der Welt außerhalb des Fahrzeuges animieren.

Die Benutzung von interaktiven Displays sei bislang hauptsächlich Fahrer und Beifahrer vorbehalten gewesen, erklärt Tom Seder, GM R&D Lab Group Manager für Human-Machine-Interface. "Aber wir sehen eine Möglichkeit eine oberflächengestaltende Technologie speziell für die Passagiere auf den Rücksitzen zur Verfügung zu stellen." Fortschrittliche Fenster die in der Lage seien, auf die gefahrene Geschwindigkeit und auf den Ort zu reagieren, könnten die Betrachtungsweise mit interaktiven Erweiterungen bereichern, um Unterhaltung und einen erweiterten Horizont zu bieten.

Die interaktiven Seitenscheiben sollen der Bordelektronik als Projektionsfläche dienen. Ein Grafikprozessor soll auf die gefahrene Geschwindigkeit oder auch auf die Topografie am Straßenrand reagieren. Wenn solche interaktiven Fenster Teil der Automobilproduktion werden würden, würde wahrscheinlich elektrochrome Glastechnologie verwendet werden, wie es heißt. Dieses Glas könne unterschiedliche Phasen der Transparenz oder der Lichtdurchlässigkeit annehmen und projektierte Bilder reflektieren.

Da der Automobilkonzern keine unmittelbaren Pläne hat, interaktive Displays in Serienfahrzeuge zu verbauen, hat das Forschungs- und Entwicklungsteam den Studenten der israelischen Hochschule freie Hand bei dem Entwurf von Applikationen gelassen. Ob sie in Masse produziert werden können oder nicht soll keine Rolle gespielt haben. Die Applikationen, kurz Apps, die die Studenten entwickelt haben, heißen Otto, Foofu, Spinfoe und Pond. In der App Otto flattert ein Vogel mit diesem Namen über die Scheibe. Die Figur wird über die Topografie projiziert, an der das Fahrzeug gerade vorbei fährt. Sie reagiert auf die Echtzeit-Fahrzeugleistung, das Wetter sowie auch die Landschaft, wie der Konzern erklärt. Foofu bildet farbige Wolken auf der Scheibe ab. Wie auch eine beschlagene Scheibe zum Malen animiert, kann auch diese App für das Erschaffen kleiner Kunstwerke genutzt werden. Mithilfe der Spindow-App können die Nutzer einen kurzen Blick in die Fenster von anderen Usern überall auf der Welt in Echtzeit werfen. Die App namens Pond erlaubt es, den Nutzern auf der Straße Musik zu streamen oder auszutauschen sowie Kurznachrichten zu senden.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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