08.02.2012

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MSC Software kündigt neue Versionen von Patran und MSC Fatigue an

MSC Software gab heute die geplante Markteinführung der Versionen 2012 von Patran und MSC Fatigue bekannt. Verbessert wurden vor allem Funktionen für Modellierung sowie nichtlineare Simulationen und die Berechnung von Versagenskriterien. Zudem wurden die Funktionen für die Lebensdauerprognose von Produkten optimiert. Die neuen Versionen werden ab Anfang Februar zum Download bereitgestellt.

Optimierte Analyse von nichtlinearen Modellen

Zugunsten der Menünavigation haben die Software-Entwickler die Struktur des Modellbrowsers von Patran 2012 überarbeitet. So sollen Anwender besser auf die verschiedenen Komponenten ihrer Modelle zugreifen und diese ändern können. Die Struktur ist laut MSC intuitiv und bedienerfreundlich und kann an den individuellen Arbeitsablauf des Anwenders angepasst werden. Datenbankentitäten sollen sich über die Modellstruktur mühelos visualisieren, aufrufen und bearbeiten lassen. Das verkürze den Lernprozess, erhöhe die Produktivität und trage dazu bei, dass sich Patran noch intuitiver nutzen lasse. Die Modellbrowserstruktur ist für Windows und Linux verfügbar.

Zu den neuen Funktionen im Bereich der nichtlinearen Berechnungen und der Untersuchung von Versagenskriterien gehören die Erzeugung von Kohäsivmodellen, die virtuelle Rissausbreitung zur Fehleranalyse sowie eine umfassendere Unterstützung von Kontakten, beispielsweise die Erkennung von Kantenkontakten, verbesserte Kontakttabellen und neue nichtlineare Elemente. Kohäsionsmodelle dienen der Simulation von Delaminierungen oder Rissausbreitungen und damit der Fehleranalyse im Zusammenhang mit Verbundstoffen. Mit der "Virtual Crack Closure Technique" lassen sich nach Angaben der Entwickler Rissausbreitungen anhand der durch den Riss freigesetzten Energie simulieren. Der bisher in Marc und MSC Nastran verwendete Segment-to-Segment-Kontakt wurde nun auch in Patran implementiert. Indem der Dienstleister die typischen Einschränkungen von traditionellen Knoten-Segment-Kontakten wegfallen ließ, wurde die Genauigkeit erhöht. Diese Methode ist sowohl für Elemente mit hoher als auch niedriger Wertigkeit gedacht und soll gleichmäßigere Kontaktspannungen bieten. In der Version 2012 wurde der Kantenkontakt zwischen Balken, Schalen und Solids erweitert. Einige der neuen in MSC Nastran und Marc implementierten Formulierungen für 1D-, 2D- und 3D-Elemente werden ab sofort auch von Patran unterstützt. Damit erhalten Ingenieure bessere Werkzeuge und Optionen für die präzise Analyse von nichtlinearen Modellen.

Verbesserte Prognose von Lebensdauer und Produktversagen

Mit der Einführung des neuen Solvers von MSC Fatigue 2012 will MSC Software die Berechnung von Haltbarkeit und Betriebsfestigkeit vereinfachen. Das Programm berechnet die Lebensdauer von Produkten auf Basis von Spannungs- oder Dehnungsergebnissen von FE-Modellen, Wechsellasten und Materialeigenschaften. Neben der herkömmlichen spannungsbasierten Analyse (S-N oder Gesamtlebensdauer) ist auch eine dehnungsbasierte Analyse (E-N, lokale Dehnung oder Rissinitiierung) möglich. Damit sollen nun selbst Anwender mit geringen Kenntnissen auf dem Gebiet der Lebensdaueranalyse Berechnungen in der ihnen vertrauten FE-Modellierungsumgebung durchführen können.

Mithilfe der neuen Funktion "MSC Fatigue Shaker" lässt sich die Lebensdauer von Komponenten berechnen, die einer aus einer einzelnen Quelle stammenden willkürlichen Schwingung ausgesetzt sind. MSC Fatigue 2012 beinhaltet zudem ein neues Modul für Nahtschweißverbindungen, das auf struktureller Spannung aufbaut und nach Angaben des Simulationsspezialisten die gängigen Klassifizierungsstandards (z. B. BS 5400 und BS 7608) zur Entwicklung von Schweißverbindungen mit langer Haltbarkeit erfüllt. Zusätzlich lassen sich mit "MSC Fatigue 2012 Spot Weld" Punktschweißverbindungen überprüfen.
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Autor(en): Caterina Schröder
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