08.02.2012

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BMW Alpina bringt limitiertes Sondermodell mit Rennsport-Genen auf die Straße

Die Rückkehr von Alpina in den internationalen Motorsport gipfelte dieses Jahr im Titelgewinn der deutschen GT-Serie, der ADAC GT Masters mit den Fahrern Alexandros Margaritis und Dino Lunardi auf dem BMW Alpina B6 GT3. Dieser Erfolg ist für Alpina wohl ein würdiger Anlass, um der Tradition begehrter Sondermodelle ein weiteres hinzuzufügen. Limitiert auf 99 Einheiten weltweit, wird der BMW Alpina B3 GT3 ab Frühjahr 2012 in Deutschland erhältlich sein.

Antrieb

Der drehmomentstarke 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit zwei parallel arbeitenden Abgasturboladern aus dem BMW Alpina B3 S Bi-Turbo, findet auch im B3 GT3 seinen Einsatz. Durch die Verwendung einer neuen Abgasanlage konnte der Abgasgegendruck weiter reduziert werden, was die Leistung des B3 GT3 um knapp 6 kW anhebt. Somit leistet der Benzindirekteinspritzer rund 300 kW bei 6000/min und 540 Nm Drehmoment bei 4500/min. In Kombination mit der ZF Sechsgang-Sport-Automatik Switch-Tronic soll der Straßensportler im Durchschnitt 9,6 l/100 km benötigen. Die CO2-Emissionen liegen entsprechend bei 224 g/km.

Neben einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h interessiert den versierten Sportfahrer in diesem Fall auch die Negativ-Beschleunigung, um aus hohen Geschwindigkeiten sicher verzögern zu können. Der B3 GT3 verfügt wie der B6 GT3 Rennwagen über eine Hochleistungs-Festsattelbremse mit sechs Kolbensätteln an der Vorder- und vier Kolbensätteln an der Hinterachse. Die Dimension der Bremsscheiben beträgt 380 x 35 mm vorne und 355 x 32 mm hinten. Die Bremsanlage ist für hohe Beanspruchung ausgelegt und zeichnet sich laut Hersteller durch ihre Fading-Unempfindlichkeit, gute Dosierbarkeit und adäquates Ansprechverhalten aus.

Die Zusammenarbeit mit der aus dem Motorradrennsport bekannten Firma Akrapovic brachte eine Abgasanlage hervor, die Leichtbau mit einem dem Charakter des Fahrzeugs entsprechenden Sound vereint. So senken der Entfall des Mittelschalldämpfers, der Einsatz einer X-Hose sowie die Verwendung von hochfestem Titan im Bereich des Endschalldämpfers in Verbindung mit größeren Rohrdurchmessern den Abgasgegendruck und führen gleichzeitig zu einer Gewichtsreduzierung um 11 kg.

Fahrwerk

Die Fahrwerkstechnologie des Motorsportwagens B6 GT3, der über ein Gewindefahrwerk des noch jungen Unternehmens KW verfügt, konnte direkt in den B3 GT3 transferiert werden. In Zug- und Druckstufe mehrfach manuell verstellbare Dämpfer ermöglichen eine Anpassung des Fahrwerks auf Straße oder Rennstrecke sowie ein Ausbalancieren des Handlings je nach persönlichem Geschmack.

Das mithilfe eines spezifischen Werkzeugsets einstellbare Gewindefahrwerk bietet die Möglichkeit, den Höhenstand des Fahrzeuges zu variieren. Direkt am Dämpfer kann die Druckstufe 12-fach und die Zugstufe 18-fach manuell und unabhängig voneinander eingestellt werden. Die Dämpfervariationsbreite hat Alpina so gewählt, dass sportliches, aber dennoch komfortables Fahren auf der Straße möglich ist, die Dämpfer jedoch soweit verstellbar sind, um auch ein reines Rennstrecken-Set-up zu ermöglichen. Elementare Fahrwerkskomponenten wie die Federn und Stabilisatoren sind natürlich auf den sportlichen Charakter des B3 GT3 abgestimmt.

Spezielle Stützlager mit verstellbarer Stützlagerplatte stellen eine steife Anbindung an die Karosserie sicher. Das Eigenlenkverhalten kann bei Bedarf den persönlichen Präferenzen des Fahrers über die Verstellung des Sturzes an der Vorderachse, wie beim B6 GT3, angepasst werden.

Aerodynamik

Neben Antrieb und Fahrwerk besticht der B6-GT3-Rennwagen durch hohen aerodynamischen Abtrieb. Auch das B3-GT3-Sondermodell weist etliche, aus dem Rennsport abgeleitete, mit Blick auf eine hohe aerodynamische Effizienz gestaltete Bauteile auf. Ein Frontsplitter aus Carbon, der unterhalb des Frontspoilers angebracht ist, soll in Verbindung mit sogenannten dive plates, die sich seitlich an der Frontschürze befinden, für zusätzlichen Abtrieb an der Vorderachse und eine sehr gute Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten sorgen. Um eine optimale aerodynamische Balance zu erreichen, entwickelten die Alpina-Ingenieure einen Heckflügel, ebenfalls in Leichtbauweise aus Carbon. Dank seines speziellen Flügelprofils generiert er laut Alpina Abtrieb bei gleichbleibenden Luftwiderstandsbeiwerten. Die Auslegung und das Zusammenspiel dieser Bauteile führt nach Angaben des Tuners dazu, dass der B3 GT3 als erstes BMW Alpina Straßenfahrzeug an beiden Achsen einen minimalen Abtrieb generiert.
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Autor(en): Caterina Schröder
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