04.09.2006

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Bentley stärkt Arnage für 2007

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Bentley Motors hat den Arnage für das Modelljahr 2007 in erster Linie in den Bereichen Antriebsstrang und Fahrwerk gründlich überarbeitet. Der 6,75-Liter-V8-Motor mit Twin-Turbo-Aufladung, der mit seinem grundlegenden Design seit fast fünf Jahrzehnten in Modellen von Bentley eingesetzt wird, leistet im Arnage T nun 373 kW und erzeugt ein maximales Drehmoment von 1.000 Newtonmetern. Gangwechsel erfolgen über ein neues Sechsgang-Automatikgetriebe von ZF, das zwei Stufen mehr besitzt als das zuvor eingesetzte Getriebe. Was das Erscheinungsbild des Flaggschiffs innen und außen angeht, redet die britische VW-Tochter nur von dezenten Modifikationen.

Der stärkste Bentley-V8 im leistungsorientierten Arnage T verzeichnet für das Modelljahr 2007 einen Leistungszuwachs von elf Prozent und besitzt ein um 14 Prozent höheres Drehmoment als der Motor des nun auslaufenden Modells. Die neuen Leistungs- und Drehmomentwerte wurden nach Angaben der Motorenspezialisten unter anderem durch den Einsatz neuer Turbolader mit geringerer Massenträgheit und eines neuen Rollenstößelsystem erreicht. Dadurch erhöht sich die Höchstgeschwindigkeit des Arnage T von 270 auf 288 km/h. Bei den Modellen Arnage R und RL erhöht sich die Motorleistung von 294 auf 335 kW und das maximale Drehmoment ist gleichzeitig von 835 auf 875 Newtonmeter gestiegen. Ihre Höchstgeschwindigkeit liegt mit 270 km/h jetzt um 20 km/h höher als beim Vorgänger.

Einer der Gründe, warum der Motor so erfolgreich weiterentwickelt werden konnte, sei die Position der Auslassventile. Die Ventile liegen weit oben im Zylinderkopf. Diese Konstruktion wurde ursprünglich gewählt, um eine schnellere Ableitung der Wärme von Motor zu ermöglichen und so die Motorkühlung zu verbessern. Später bewirkte dieser Umstand jedoch, dass sich der Katalysator dank der sehr kurzen Strecke zwischen den Ventilen und dem Katalysator schneller aufheizt und so das Emissionsverhalten positiv beeinflusst.

Bei dem neuen Sechsgang-Automatikgetriebe von ZF soll das breitere speziell auf jedes Modell abgestimmte Spektrum an Übersetzungsverhältnissen für ein verbessertes Ansprechverhalten und ein noch kultivierteres Laufverhalten sorgen. Ferner führt der Einsatz eines Drehmomentwandlers mit Überbrückungskupplung zu einem direkteren Ansprechen auf das Gaspedal. Die neue elektronische Steuerung bringt schnelle und gleichzeitig sanfte Schaltvorgänge. Bislang wurden Motor und Getriebe im Arnage von zwei unabhängigen Elektroniksystemen geregelt. Im Modelljahr 2007 soll ein neues computergesteuertes Managementsystem von Bosch gewährleisten, dass beide Komponenten als eine Einheit noch besser aufeinander abgestimmt arbeiten.

Eine wesentliche Verbesserung für das Modelljahr 2007 ist laut Bentley die Trennung der einstellbaren Sportabstimmung des Fahrwerks vom Sportmodus des Getriebes. Bisher waren die wählbare Sporteinstellung für das Fahrwerk und für das Getriebe gekoppelt. Ab jetzt kann der Fahrer beides getrennt wählen. Über eine "Sport"-Taste schaltet er die Fahrwerksabstimmung um, durch das Einlegen des Schalthebels in den Sportmodus die Abstimmung des Getriebes.

Das Fahrwerk wurde der Überarbeitung des Antriebsstrangs und damit verbundenen Leistungssteigerung entsprechend modifiziert. Eine sensiblere Steuerung des ESP mache dynamischere Handlingeigenschaften möglich, ohne einen Verlust an Fahrstabilität und damit an aktiver Sicherheit in Kauf nehmen zu müssen. Im Detail wurde vor allem die Traktionskontrolle umfassend neu abgestimmt, um unnötige Eingriffe in das Motormanagement und damit eine Reduzierung des Drehmoments zu vermeiden. Das ESP überwacht nun die Gesamtstabilität des Fahrzeugs, anstatt nur den Verlust des Grips an den Rädern. Dies reduziert laut Bentley die Häufigkeit der erforderlichen ESP-Eingriffe und stellt im Hinblick auf eine volle Nutzung von Leistung und Drehmoment des Motors die Leistungsabgabe früher und progressiver wieder her.
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Autor(en): Thomas Jungmann
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