11.12.2006

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GM entwickelt Car-to-Car-Kommunikation für alle Fahrzeugklassen

General Motors hat neue "V2V"-Systeme - Technologien für die "Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation" - entwickelt, mit deren Hilfe Fahrer durch andere Fahrzeuge rechtzeitig vor potenziellen Gefahrensituationen gewarnt werden sollen. Fahrzeuge, die mit entsprechender Technik ausgerüstet sind, können miteinander kommunizieren und Informationen beispielsweise über Position und Geschwindigkeit untereinander austauschen. Dabei sollen GPS und WLAN eine effektive Beobachtung des Verkehrsumfeldes ermöglichen. Und dass die Technologie in möglichst vielen Klassen als Serienausstattung zum Einsatz kommen kann, setzt GM nach eigenen Angaben auf bewährte und vor allem kostengünstige Komponenten.

"General Motors hat sich schon immer für die Demokratisierung von Innovationen eingesetzt. Unsere V2V-Systeme sind bezahlbar und in allen Fahrzeugklassen denkbar", wirbt Hans-Georg Frischkorn, Executive Director, Global Electrical Systems, Controls and Software. "Das ist besonders wichtig, weil sie als kooperative Systeme umso effektiver arbeiten, je mehr Fahrzeuge damit ausgestattet sind." So besteht die wesentliche Hardware aus einem Mikroprozessor, GPS-Empfängern (Global Positioning System) und Wireless-LAN-Modulen. In einem Umkreis von mehreren hundert Metern können die Autos so miteinander kommunizieren und ihre Positionen sowie weitere Informationen wie Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Bewegungsrichtung austauschen. "Mit der V2V-Technologie erweitern wir den Wahrnehmungsbereich des Fahrers im Sinne erhöhter Sicherheit im Verkehr, ohne ihn abzulenken oder gar zu entmündigen", ergänzt Frischkorn. "Dieser 'sechste Sinn' ermöglicht es, potenzielle Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen und so Unfälle zu vermeiden sowie den Verkehrsfluss zu verbessern."

Zu der Reihe an Sicherheitssensoren, mit denen Autos schon heute ausgerüstet werden können, gehören radargestützte Sensoren in Verbindung mit Geschwindigkeitsregelsystemen, Spurwechsel-Assistenzsystemen oder Sensoren für die Erkennung von Objekten im toten Winkel. Die Weiterentwicklung von GM zielte im Wesentlichen darauf ab, Reichweite und den Abdeckungsgrad dieser Einzelsensoren wesentlich zu verbessern. Dies ermöglicht eine umfassendere Beobachtung und Bewertung der umgebenden Verkehrssituation.

Und den Stand der Technik - wie weit die V2V-Entwicklung bereits ist - demonstrierten GM-Ingenieure mit Fahrzeugen der Konzern-Marken vor kurzem im Testzentrum Dudenhofen: Die Warnung vor einem Fahrzeug im toten Winkel beispielsweise entschärft die Gefahr, beim Spurwechsel einen anderen Verkehrsteilnehmer zu übersehen. Zudem helfen gleich mehrere Funktionen, Auffahrunfälle zu vermeiden: Das System kann den Fahrer vor einem auf der Straße stehenden Fahrzeug warnen, noch bevor er es etwa hinter einer Kurve sehen kann, oder es meldet eine Notbremsung an den nachfolgenden Verkehr. Registrieren die Sensoren, dass der Hintermann aufzufahren droht, erhält dieser eine entsprechende Meldung, gleichzeitig warnt der Vordermann mit blinkenden Rücklichtern. Dem Fahrer im herannahenden Auto soll so genügend Zeit für ein Brems- oder Ausweichmanöver bleiben. Je nach Situation erfolgen die Warnungen des Systems optisch, akustisch oder haptisch durch Vibrationen im Fahrersitz.

Ferner sieht das System eine Kollisionswarnung beim Heranfahren an eine Kreuzung vor. Es erkennt einen drohenden Zusammenstoß schon im Vorfeld und warnt - gerade wenn kein Sichtkontakt zwischen den Fahrern zweier Autos besteht - die beteiligten Fahrer dann, wenn ein Eingreifen zwingend erforderlich ist, zum Beispiel durch Bremsen. Gezielte Hinweise an andere Verkehrsteilnehmer können schließlich auch von Baustellen- oder Einsatzfahrzeugen ausgesendet werden, wenn eine Fahrspur endet oder eine Gasse zu bilden wäre.
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Autor(en): Thomas Jungmann
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