10.01.2002

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Škoda setzt auf Qualitäts- und Umweltmanagement

Als erstes Unternehmen im Volkswagen-Konzern haben Škoda Auto und all seine Werke sowie die wichtigsten Fertigungsstandorte die integrierte Prüfung im Bereich Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme bestanden. Den Betriebsprüfungen lagen die internationalen Standards EN ISO 9001: 2000 und EN ISO 14001: 1996 zugrunde. In einer entsprechenden Meldung unterstrich das Unternehmen die Absicht, weiter sämtliche Führungs- und Entwicklungs-, Produktions- und Geschäftsprozesse einer hohen Produktqualität und gleichzeitig dem Umweltschutz unterzuordnen. "Unser Ziel ist es, dass die Fahrzeuge der Marke Škoda als ein Produkt beurteilt werden, bei dessen Konstruktion und Betrieb der Umweltschutz einer der wichtigsten Faktoren ist", erklärt Prof. Wilfried Bockelmann, als Vorstandsmitglied von Škoda Auto verantwortlich für den Bereich Technische Entwicklung.

Bei der Konstruktion der Fahrzeuge verwendet Škoda beispielsweise keine Werkstoffe, deren Einsatz gemäß der Norm VW 91101 nur eingeschränkt erlaubt oder gar verboten ist. Dazu gehören Cadmium und Quecksilber, Asbest sowie CKW und FCKW. Diese Konzernnorm gilt in vielen Fällen als strenger als die gesetzlichen Vorschriften. Im Recyclingbereich hat die tschechische Marke in Zusammenarbeit mit Hochschulen Demontagestudien der Fahrzeuge Felicia, Octavia und Fabia vorbereitet, die nun einen erheblichen Beitrag für die Entwicklungs- und Konstruktionsarbeit von Škoda darstellen. Bereits zu Beginn der Fahrzeugentwicklung fließen gewonnene Erkenntnisse ein, durch die ein Auto konstruiert werden kann, das zum einen den heutigen Anforderungen hinsichtlich Recycling, Demontage und Entsorgung entspricht und zum anderen die strengen Kriterien in den Absatzländern erfüllt.

In den viel beachteten Disziplinen Kraftstoffverbrauch und Emissionen kann das Unternehmen auf hochwertige Konzerntechnologien, wie die TDI-Motoren von VW mit Hochdruck-Einspritztechnik, zurückgreifen. Diese Dieselmotoren, die aufgrund ihrer hydraulischen Einstellung des Ventilspiels recht wartungsarm sind, liegen dank der direkten Dieseleinspritzung in allen Betriebsbereichen sehr niedrig im Verbrauch. Weitere Verbrauchsreduzierungen wurden durch eine Verringerung der Reibungsverluste in den Antrieben, Verbesserungen der Aerodynamik und die Senkung des Fahrzeuggewichts erreicht. Ferner bietet Škoda schon heute Motoren an, die der Abgasvorschrift EU4 genügen. Diese Vorschrift wird erst am 1. Januar 2005 rechtskräftig. Und wie rasant Ingenieure die Entwicklung der Abgasreinigung bei Pkw vorantreiben, verdeutlicht eine Gegenüberstellung aus einer Škoda-Broschüre: Im Jahr 2000 produzierten demnach 32 neue Pkw quantitativ dieselben Emissionen wie ein neuer Pkw 1970.

Um zudem Kfz-bedingten Grundwasserbelastungen zukünftig entgegenzuwirken, wird bei der Konstruktion ein hoher Wert auf Dichtigkeit der Fahrzeuge gelegt. So verfolgt man bei Škoda das Ziel, im Betrieb, beim Kundendienst, bei nachfolgender Demontage und anschließendem Recycling keine Betriebsstoffe unkontrolliert entweichen zu lassen.

"Durch sein umweltbewusstes Handeln will Škoda Auto - auch mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Tschechischen Republik bei der Integration in die Europäische Union - tschechischen Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen", erläutert Karl-Günter Büsching, Vorstand Produktion und Logistik von Škoda Auto, einen Aspekt der Škoda-Unternehmensphilosophie.

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Autor(en): Thomas Jungmann
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