06.02.2008

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Premiere für neuen Langstreckenrenner Porsche GT3 Cup S

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG erweitert ihre Angebotspalette um ein weiteres Mitglied der Elfer-Familie. Der neue GT3 Cup S basiert auf dem Straßensportwagen GT3 RS, ist aber ausschließlich für Rennzwecke konzipiert. Das in Weissach entwickelte und gebaute Fahrzeug wird in internationalen Meisterschaften eingesetzt, die nach dem FIA GT3-Reglement ausgetragen werden. Für den Vortrieb sorgt ein wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor, der weitgehend identisch mit dem 3,6-Liter-Triebwerk ist, das im Porsche Mobil1-Supercup und den internationalen Carrera Cups zum Einsatz kommt. Mit Hilfe einer optimierten Motorsteuerung und einer geänderten Abgasanlage konnten die Motoringenieure die Leistung des Sechszylinders jedoch steigern. So schöpft der Motor nun aus den 3.598 Kubikzentimetern Hubraum bei 8.000 1/min eine Leistung von 3224 kW - ein Plus von 15 kW. Mit der Leistung stieg auch das maximale Drehmoment um zehn auf 430 Newtonmeter, die bei 7.250 1/min anliegen.

Im Gegensatz zum GT3 Cup basiert die Karosserie des Cup S nicht auf dem Straßenmodell GT3, sondern auf dem GT3 RS. Dadurch konnten beispielsweise unter den breiteren Kotflügeln größere Räder unterbringen. Vorne kommen nun 10,5 Zoll breite Felgen zum Einsatz, während die Hinterreifen auf Zwölf-Zoll-Felgen aufgezogen sind. Auch das Bugteil und die Kotflügel unterscheiden sich deutlich von den am GT3 Cup verbauten Komponenten: Ein einstellbarer Frontsplitter sorgt für mehr Abtrieb an der Vorderachse. Der verstellbare Heckflügel ist breiter und höher positioniert als bei der Cup-Variante und sorgt somit auch an der Hinterachse für gesteigerten Anpressdruck.

Eine Reihe von Fahrwerkskomponenten des 1.170 Kilogramm schweren GT3 Cup S stammen aus dem stärkeren GT3 RSR, wie die McPherson-Federbeinachse vorne, die sturzeinstellbaren Vorderachslenker und die Mehrlenker-Hinterachse mit starr aufgehängtem Achsträger. Zudem sind die Schwertstabilisatoren an Vorder- und Hinterachse nun beidseitig einstellbar. Die Bremsanlage wurde der im Vergleich zum GT3 Cup gestiegenen Motorleistung angepasst, wodurch der Durchmesser der Bremsscheiben an der Hinterachse um fünf auf 355 Millimeter wuchs.
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Autor(en): Caterina Schröder
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