16.05.2008

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GM: Rightsizing statt Downsizing

Auf der Tech Show in Turin stellte die GM Powertrain Europe neue Antriebslösungen vor, die ab 2009 in Serie gehen sollen und statt unter dem bisherigen Downsizing-Aspekt entsprechend der "Rightsizing"-Strategie entwickelt wurden. Diese lautet: Der Hubraum wird verringert, die Fahrleistungen und die Fahrbarkeit werden beibehalten oder gar verbessert, während der Benzinverbrauch vor allem im Teillastbereich deutlich sinken soll. Zu den Neuentwicklungen gehören zwei Vierzylinder-Ecotec-Motoren mit Turboaufladung, ein 1,4-Liter-Ottomotor sowie ein erdgasbetriebener 1,6-Liter-Turbomotor, die die herkömmlichen Saugmotoren mit größerem Hubraum ersetzten sollen. Dabei wollen die Motorenentwickler die Auswirkungen des kleineren Hubraums durch Turboauflader wett machen, so dass die kleineren Aggregate in punkto Leistung und Verbrauch besser sind als ihre Vorgänger.

Der turbogeladene 1,4-Liter-Ottomotor wird voraussichtlich eine Leistung zwischen 88 kW und 104 kW liefern und 175 bis 200 Newtonmeter Drehmoment entwickeln. Dabei erfüllt er laut GM die Euro-5-Abgasnorm und ist rund acht Prozent sparsamer als ein ähnlich starker Saugmotor. Hauptmerkmale des Motors sind der im Abgaskrümmer integrierte Turbolader, die Hochdruckpumpe, der vollvariable Ventiltrieb, das Thermal Management, die volumenstromgeregelte Ölpumpe sowie die verstärkte Kurbelwelle und Pleuel. Gefertigt wird der Motor im österreichischen GM Powertrain-Montagewerk Aspern.

Der 1,6-Liter-CNG-Turbomotor (Compressed Natural Gas) tritt in Konkurrenz zu dem derzeit verfügbaren CNG-Saugmotor, der aus dem gleichen Hubraum eine Leistung von 69 kW entwickelt. Die aufgeladene Version wird rund 110 kW leisten, das maximale Drehmoment liegt bei 210 Newtonmetern. Auch bei diesem Aggregat bilden Turbolader und Auspuffkrümmer eine Einheit, weitere Merkmale sind Benzin- und Erdgas-Leitungen im Einlasskrümmer, der Ölkühler sowie Kolbenkühlung. Die Fertigung des Motors erfolgt im ungarischen GM Powertrain-Werk Szentgotthard. Während der weltweite Einsatz des 1,4-Liter-Ottomotors ab 2010 geplant ist, ist der 1,6-Liter-Erdgasmotor ab 2009 im Opel Zafira CNG vorgsehen.

Ebenfalls für 2009 geplant, ist die Einführung des neuen 2,9-Liter-V6-Dieselmotors mit "Closed Loop"-Verbrennung - ein Verfahren an dem General Motors nach eigenen Angaben bereits seit 20 Jahren forscht. Premiere wird das Aggregat im Cadillac CTS haben, in dem es 184 kW leistet und 550 Newtonmeter Drehmoment entwickelt. Bei dem Closed-Loop.Prozes misst ein in die Glühkerzen integrierter Hochgeschwindigkeits-Piezo-Sensor in Echtzeit die Druckverhältnisse im Brennraum und überträgt die Daten an die Motorsteuerung, die somit die Einspritzung in Echtzeit permanent an die tatsächliche Verbrennung anpassen kann. Damit will der US-amerikanische Automobilhersteller den innermotorischen Prozesse optimieren, statt die Abgasemissionen via Abgasnachbehandlung zu verringern. Dieses Closed-Loop-Verfahren soll künftig auch bei anderen Dieselmotoren von GM Powertrain zum Einsatz kommen.
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Autor(en): Caterina Schröder
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