27.05.2008

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Maserati GranTurismo S geht mit neuem V8-Motor an den Start

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Wenige Monate nach der Weltpremiere des GranTurismo S auf dem Genfer Automobilsalon ist das neue Maserati-Coupé startklar für die Markteinführung. Der neue 4,7 Liter große V8-Motor mit 323 kW (maximales Drehmoment: 490 Nm) und das elektrisch gesteuerte Sechsgang-Getriebe, die nach dem Transaxle-Schema angeordnet sind, erlauben es dem GranTurismo S, in 4,9 Sekunden von null auf Tempo zu beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 295 km/h zu erreichen. Den Durchschnittsverbrauch gibt der italienische Sportwagenhersteller mit 16,6 Litern auf 100 Kilometer an. Der entsprechende CO2-Emissionswert liegt 387 Gramm pro Kilometer.

Die wichtigste technische Neuheit befindet sich unter der Motorhaube: der im Vergleich zum 4,2-Liter-Motor des GranTurismo leistungsstärkere und auf 4.691 Kubikzentimeter vergrößerte V8-Motor. Der Kurbelgehäuse-Motorblock besteht aus Aluminium mit fünf Hauptlagern, um eine hohe Steifigkeit derStruktur sowie geringe Reibungsverluste sicherzustellen. Die Anordnung des Oberteils des Motors, vor allem die inneren Strömungswege und das Zylinderkopf-Kühlsystem, sind darauf ausgerichtet, eine hohe Durchlässigkeit der Ansaugkollektoren sowie eine wirksame Kühlung der Saugfüllung und einen adäquaten akustischen Saug- und Auspuffton zu erreichen.

Auch die Zylinderköpfe bestehen aus einer Aluminiumlegierung und enthalten das Sekundärluftzufuhr-System zu den Abgasleitungen, um niedrige Emissionspegel zu erreichen. Alle Leitungssysteme - Wasser, Öl und Sekundärluft - sind direkt in die Gussteile des Motors eingearbeitet, ergeben ein steifes, platzsparendes System. Der Einbau der Nebensysteme (Wasserpumpen) in die Hauptgussteile des Motors sowie die steife Konstruktion aller dickwandigen Elemente sollen den Lärmpegel des Motors niedrig halten und den zuverlässigen Betrieb der Komponenten sichern.

Das elektronische Motormanagement erfolgt durch das Bosch Motronic ME7-System mit einer dezidierten Sensorik, um der Steuereinheit jederzeit die Eingangsdaten für die Ausarbeitung der Brennstoffverarbeitungsparameter, der Vorzündung und der Drosselklappenstellung für die Regelung des Triebwerks zu liefen. Der neue Motor ist bereits entsprechend der zukünftigen Euro 5-Norm für Europa und der LEV2 für die USA ausgelegt. Entscheidend dazu beigetragen hat auch ein Katalysatorsystem mit Metallmatrix mit gelochten Blechen, das Durchlässigkeit und Effizienz optimal miteinander vereinbaren kann.

Das Antriebsaggregat des Maserati GranTurismo S ist nach dem Transaxle-Schema angeordnet, einer Architektur, die zur technischen Tradition von Maserati gehört. Das Transaxle-System ermöglicht es, die Gewichtsverteilung durch die Verlagerung des Getriebes nach hinten weiter zu verbessern. So ist der vorn in zentraler Lage angeordnete Motor mit dem elektrisch gesteuerten Getriebe, das hinten angeordnet ist, über ein steifes röhrenförmiges Element, durch das die Antriebswelle führt, starr verbunden. Dank dieser Anordnung verfügt der Maserati GranTurismo S über eine Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse von 47 bis 53 Prozent.

Um die höhere Leistung des neuen 4,7 Liter V8-Motors optimal auf die Hinterräder zu übertragen, ist das Maserati-Coupé mit einem elektrisch gesteuerten Sechgang-Getriebe ausgerüstet, das über eine Zwei-Scheiben-Trockenkupplung, Drei-Kegel-Gleichlaufeinrichtungen für den ersten und zweiten Gang sowie Doppelkegel-Gleichlaufeinrichtungen für die anderen Gänge verfügt. Dabei begrenzen die verringerten Maße der Kupplungsanlage (Durchmesser: 215 Millimeter) und der kleine Durchmesser des Schwungrads (Durchmesser 240 Millimeter) die Masse der Anlage und tragen somit, im Vergleich zu Fahrzeugen mit Einscheibenkupplung, zu einer Reduzierung der Trägheit des gesamten Triebwerks bei.

Die elektrisch gesteuerte Kraftübertragung sieht zwei grundlegende Betriebsarten vor: Der manuelle und der automatische Modus. Im manuellen Modus erfolgt das Schalten nur, wenn es vom Fahrer gewünscht wird. Unter dem automatischen Modus führt das System nicht nur den Vorgang des Schaltens und der Beschleunigung aus, sondern wählt auch die Drehzahl für das Schalten.
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Autor(en): Caterina Schröder
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