05.06.2008

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Bosch integriert Drehraten- und Beschleunigungssensoren in ESP-Steuergerät

Bosch hat im Mai 2008 die Fertigung einer Variante des Bremsregelsystems ESP gestartet, bei dem die Sensoren zur Messung der Drehrate und Querbeschleunigung erstmals in das Steuergerät integriert sind. "Die Integration reduziert sowohl den Platzbedarf im Fahrzeug als auch den Montageaufwand des ESP-Gesamtsystems", erläutert Klaus Meder, Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Chassis Systems Control (Bremsregelsysteme), die Vorteile. Mit der Integration verfolgt der Systemlieferant das Ziel, ESP in jedem Auto zu ermöglichen. Der erste Serieneinsatz der neuen Technik erfolgt im neuen Seat Ibiza. Bislang wurden diese Sensoren in einem gemeinsamen Gehäuse separat im Fahrgastraum verbaut und über den Kabelbaum mit dem ESP-Anbausteuergerät verbunden.

Da das ESP-Steuergerät im Motorraum - angebaut an das Hydraulikaggregat des Bremsregelsystems - verbaut ist, mussten die Ingenieure die integrierten Sensoren den höheren Temperaturen im Motorraum anpassen und gegen verfälschende Einflüsse durch Vibrationen, die bei Eingriffen des Bremsregelsystems entstehen, schützen. Dazu entwickelten sie eine schwingungsgedämpfte und schwerpunktoptimierte Dreipunkthalterung des Hydraulikaggregats, das zudem sicherstellen soll, dass auch die Fahrt auf schlechten Fahrbahnen keinerlei Einfluss auf die Funktion des ESP hat.

Eine weitere Herausforderung betraf die Ausrichtung des Querbeschleunigungssensors. Das bislang im Fahrgastraum verbaute separate Sensormodul muss exakt rechtwinklig zur Fahrtrichtung angeordnet sein - eine Vorgabe, die aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse im Motorraum nicht realisierbar war. Die Bosch-Entwickler haben daher zwei Beschleunigungssensoren in das Sensorelement integriert, die rechtwinklig zueinander messen. So muss das Hydraulikaggregat zwar waagrecht eingebaut werden, kann um seine Hochachse aber beliebig positioniert werden. Anhand der bekannten Einbaulage und der Signale der beiden Beschleunigungssensoren lässt sich die Querbeschleunigung des Fahrzeugs berechnen. Zudem kann nun über die Sensorinformationen die Längsbeschleunigung des Fahrzeugs ermittelt werden.
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Autor(en): Caterina Schröder
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