11.07.2008

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Der Iveco Massif

Im Rahmen einer Fahrpräsentation auf einem Offroad-Gelände bei Ingolstadt hat Iveco den Massif vorgestellt. Das Fahrzeug ist kompromisslos auf seinen Einsatzzweck, dem Fahren in unwegsamen Gelände jenseits der Asphaltstraßen, ausgerichtet. Das zeigt sich schon im Aufbau des Massif mit Leiterrahmen und parabelgefederten Starrachsen. Damit unterscheidet sich der Massif von den heute üblichen SUVs mit selbsttragenden Karosserien, die Pkw-Fahrkomfort bieten, aber im Vergleich zum Massif weniger geländegängig sind.

Den Massif gibt es mit langem Radstand (2.768 Millimeter) als fünftürigen Station Wagon, Pick-up und Fahrgestell sowie mit kurzem Radstand (2.451 Millimeter als dreitürigen Station Wagon. Er besitzt eine Steigfähigkeit von 100 Prozent, Böschungswinkel von 50° vorn und 30° hinten sowie einen Rampenwinkel von 152°. Die Wattiefe bei Standardausstattung beträgt 500 Millimeter, die Bodenfreiheit bei serienmäßigen Rädern und Bereifung 200 Millimeter. Anders als sein größter Wettbewerber, der Land Rover Defender, besteht die Karosserie des Massif aus Stahl, nicht aus Aluminium.

Im Massif kommt der aus dem Transporter Iveco Daily bekannte Dieselmotor mit 3,0 Litern Hubraum in zwei Leistungsstufen zum Einsatz, mit 107 kW oder in Verbindung mit einem VTG-Turbolader 129 kW. Das maximale Drehmoment von 350 Newtonmetern beziehungsweise 400 Newtonmetern liegt bereits bei 1.400 1/min (1.250 1/min) an und steht dann - wie auch die Nennleistung - über breite Drehzahlbereiche zur Verfügung. Iveco verweist darauf, dass das im Gelände konzentriertes und verschleißarmes Fahren ermöglicht, da Schaltvorgänge aufgrund der Elastizität und der Kraft des Motors auch in Extremsituationen so gut wie nie nötig sind.

Über ein Sechsgang-Overdrive-Getriebe 6S400 von ZF sind die Motoren mit einem Verteilergetriebe verbunden. Hier lässt sich einerseits der Antrieb der Vorderachse zu- und abschalten, andererseits zwischen Straßen- und Geländeuntersetzung wählen. Ist die Geländeuntersetzung gewählt, dann ist automatisch auch der Allradantrieb samt Längssperre eingeschaltet. In der Straßenuntersetzung lässt sich der Antrieb der Vorderachse auch während der Fahrt manuell zuschalten. Freilaufnaben an den Vorderrädern reduzieren den Kraftstoffverbrauch bei 4x2-Antrieb, weil der Triebstrangteil zwischen Verteilergetriebe und vorderen Radnaben dann entkoppelt ist. Die Hinterachse verfügt serienmäßig über eine zuschaltbare Differenzialsperre. Ein ABS ist optional erhältlich, ESP oder Airbags nicht.

In den Grundzügen basiert der Massif auf dem Modell PS10 des spanischen Geländewagenherstellers Santana, der ihn seit 2002 gefertigt hat. Laut Iveco sind allerdings 80 Prozent des Fahrzeugs neu konstruiert - darunter der gesamte Antriebsstrang. Heute ist Santana ein reiner Auftragsfertiger ohne eigenen Endkundenvertrieb, der auf drei Linien bis zu 160 Fahrzeuge pro Tag herstellen kann - für Iveco den Massif und für Suzuki den Jimny.
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Autor(en): Richard Backhaus
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