14.07.2008

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AMG steigert Mercedes-Benz SL 65 AMG zur Black Series

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Mit dem neuen SL 65 AMG Black Series setzt Mercedes-Benz die Black-Series-Strategie von AMG, dem Haustuner von Mercedes-Benz Cars, fort. Das High-Performance-Coupé vereint herausragende Leistungsdaten mit konsequentem Leichtbau und verfügt über einen AMG-6,0-Liter-Zwölfzylindermotor mit Biturbo-Aufladung, der 493 kW leistet und maximal mit 1.000 Newtonmetern dreht. Für die Kraftübertragung auf die Hinterräder sorgt das "Speedshift Plus"-Fünfgang-Automatikgetriebe von AMG. Entwickelt wurde der leistungsstarke Zweisitzer im AMG Performance Studio.

Große Kühlluftöffnungen in der Frontschürze und in der Motorhaube geben einen Hinweis auf die Leistungsfähigkeit des AMG-Zwölfzylindermotors: Aus 5.980 Kubikzentimetern schöpft das V12-Triebwerk eine Höchstleistung von 493 kW bei 5.400 1/min sowie ein elektronisch begrenztes Drehmoment von 1.000 Newtonmetern zwischen 2.200 und 4.200 1/min. Ohne Begrenzung würde der Sechslitermotor, der in der AMG Motorenmanufaktur von Hand nach der Philosophie "One man - one engine" gefertigt wird, ein maximales Drehmoment von 1.200 Newtonmetern realisieren. Gegenüber dem Basis-Triebwerk des SL 65 AMG mit 450 kW wurden beim Zwölfzylinder für die Black-Series-Version die Turbolader neu entwickelt. Der um zwölf Prozent vergrößerte Spiralquerschnitt der Lader sowie optimierte Wastegate-Kanäle ermöglichen einen höheren Luftdurchsatz und eine verbesserte Kraftentfaltung in allen Drehzahlbereichen.

Neu konstruierte Endschalldämpfer der Sportabgasanlage reduzieren den Abgasgegendruck und tragen so zur Leistungssteigerung bei. Die um 30 Prozent leistungsfähigeren Niedertemperatur-Ladeluftkühler und die optimierte Wasserkühlung sollen neben einer maximalen Leistungsausbeute bei dynamischen Fahrzuständen auch eine größtmögliche Standfestigkeit bei hohen Außentemperaturen garantieren.

Das Sportfahrwerk konzipierten die Entwickler als Gewindefahrwerk. Diese im Motorsport bewährte Lösung ermöglicht die Einstellung von Zug- und Druckstufe der Stoßdämpfer, des Fahrzeugniveaus sowie von Spur und Sturz. Speziell für den Rennstreckenbetrieb kann der Fahrer somit sein persönliches Fahrwerk-Setup einstellen. Beide Achsen verfügen über neu entwickelte Federlenker, Schub-, Sturz- und Zugstreben sowie über gewichtsoptimierte Radträger aus Aluminium. Im Vergleich zum serienmäßigen SL 65 AMG verfügt der Black Series über 97 Millimeter mehr Spurweite an der Vorder- und 85 Millimeter mehr an der Hinterachse. Die neue Vorderachs-Kinematik führt zu einer um acht Prozent direkteren Lenkübersetzung, die komplett überarbeitete Elastokinematik sorgt für mehr Lenkpräzision. An der Hinterachse soll ein Lamellen-Sperrdifferenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung optimale Traktion garantieren.

Die außergewöhnlichen Motordaten, die den SL 65 AMG Black Series zum bislang stärksten AMG-Modell machen, und das neu konstruierte Fahrwerk ermöglichen ebenso sportliche Fahrleistungswerte: Aus dem Stand beschleunigt das SL-Modell in 3,9 Sekunden auf 100 km/h und weiter auf die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h.

Mitverantwortlich für die hohe Dynamik ist auch das vergleichsweise geringe Leergewicht von 1.870 Kilogramm nach EG-Norm. Damit ist der SL 65 AMG Black Series rund 250 Kilogramm leichter als der SL 65 AMG - eine Gewichtseinsparung, die auf gezielte Leichtbaumaßnahmen zurückzuführen ist. So bestehen sowohl die um 14 Zentimeter verbreiterten Frontkotflügel, die Frontschürze mit dem Frontsplitter aus Sichtcarbon, die Motorhaube als auch der Heckdeckel aus hochfestem Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK)CFK gefertigt. Große Öffnungen in der Motorhaube sorgen für eine zuverlässige Ableitung der Motorwärme.

In einem neuen Design präsentiert sich die komplette CFK-Dachhaut: Trotz integriertem Überrollbügel fällt die Dachlinie durch den Verzicht auf das SL-typische Variodach deutlich flacher aus. Dies wird auch beim Blick auf die größere Heckscheibe deutlich, die in einem flacheren Winkel zum Heckdeckel verläuft. Der darin integrierte CFK-Heckflügel fährt ab Tempo 120 automatisch um zwölf Zentimeter aus und reduziert so den Auftrieb an der
Hinterachse bei hohen Geschwindigkeiten.

Optisch ist der neue SL 65 AMG Black Series an die AMG-Rennsportfahrzeuge wie die aktuelle DTM C-Klasse oder den CLK-GTR von 1997 aus der FIA-GT-Serie angelehnt. So zeigen die breiten Kotflügel, der ausfahrbare Heckflügel sowie die Heckschürze mit Diffusor-Finnen den Transfer aus dem Motorsport. Ab November 2008 sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden.
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Autor(en): Caterina Schröder
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