Travolution - Das Auto wird Bestandteil der vernetzten Welt
Nach zweijähriger Forschungsarbeit präsentieren die Kooperationspartner des "Travolution"-Projektes ein Konzept zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Ziel des Projektes ist es, durch einen optimierten Verkehrsfluss die verkehrsbedingten Schadstoffbelastungen sowie die Belastung für die Anwohner zu reduzieren. Beteiligt waren neben der Audi AG das Amt für Verkehrsmanagement und Geoinformation der Stadt Ingolstadt, der Lehrstuhl für Verkehrstechnik an der TU München sowie die Gevas software GmbH. Die Investitionen belaufen sich auf insgesamt rund 1,2 Millionen Euro.
Das Projekt, das vom Bayerischen Wirtschaftsministerium im Rahmen des FuE Programms "Informations- und Kommunikationstechnik" des Freistaates Bayern gefördert wird, teilt sich in zwei Teilprojekte: die Optimierung der Ampelsteuerung und die Kommunikation zwischen Ampel und Bordcomputer.
Im ersten Teilprojekte wurde ein neuer Algorithmus zur Optimierung der Ampelsteuerung entwickelt, der sich auf das am Lehrstuhl für Verkehrstechnik der TU München in Zusammenarbeit mit Gevas software entwickelte Optimierungsverfahren Galop stützt. Die verkehrsadaptive Netzsteuerung wird an 46 Ampeln im Stadtgebiet Ingolstadt angewendet und soll online das Ampelnetzwerk so steuern, dass sich die Haltezeiten der Autos deutlich reduzieren.
Im Rahmen des zweiten Teilprojekts "Der informierte Fahrer" wurden drei Ampeln mit Kommunikationsmodulen ausgestattet, die den Zeitpunkt der nächsten Grünphase an die Bordcomputer der Versuchsfahrzeuge - einen Audi A5 sowie einen A6 allroad - senden. Über das Audi Infotainmentsystem MMI erfährt deren Fahrer dann die passende Geschwindigkeit, um die Kreuzung ohne Stopp zu überqueren.
Auf Basis von "Travolution" sollen weitere Folgeprojekte initiiert werden. So wird das Forschungsfeld in Ingolstadt laut Audi auf weitere 20 Automobile und 50 Ampelanlagen ausgeweitet. Metadaten anzeigen:Autor |
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