07.08.2008

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VW macht neuen Golf leiser und effizienter

Volkswagen nennt erste Details zum neuen Golf, der im Oktober auf dem europäischen Markt eingeführt werden soll. Mit der neuen Generation verbesserten die Entwickler vor allem den akustischen Komfort und überarbeiteten die Motorenpalette. So sollen sich beispielsweise durch die aktualisierte Motoren- und Getriebetechnologien die Verbrauchswerte um bis zu 28 Prozent senken lassen. Alle Ottomotoren und Dieselaggregate erfüllen die Grenzwerte der künftig geltenden EU-5-Norm.

Um die akustischen Eigenschaften im neuen Golf zu verbessern, setzten die Wolfsburger Ingenieure eine spezielle Dämpfungsfolie in der Frontscheibe ein, die die Fahrgeräusche ebenso reduziert wie das neu entwickelte Dichtungskonzept der Türen und Seitenscheibenführungen. Weniger Windgeräusche entstehen zudem durch die neue Form der Außenspiegel. Darüber hinaus wurden der Motor- und Fahrgastraum akustisch besser voneinander isoliert. Leiser abrollende Reifen und neue Motorlager ergänzen das Paket zur Geräuschdämmung.

Einen weiteren Beitrag zum akustischen Komfort leisten die erstmals im Golf eingesetzten, leisen TDI-Common-Rail-Motoren. Zwei Ausgleichswellen wirken zudem unerwünschten Vibrationen entgegen. Geplant ist ein TDI-Leistungsspektrum von 66 kW bis 125 kW. Direkt zur Markteinführung wird Volkswagen den Golf mit zwei 2,0 Liter großen TDI anbieten; sie leisten 81 kW und 103 kW und sind serienmäßig mit einem Dieselpartikelfilter (DPF) ausgestattet.

Die neuen TDI-Motoren sollen zudem außergewöhnlich sparsam sein. So verbraucht der 81 kW starke Diesel laut Hersteller 4,5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer (119 g/km CO2) - das entspricht einer Verbrauchsreduzierung um 0,6 Liter -, während die 103-kW-Version mit 4,9 Litern Diesel auf 100 Kilometer (129 g/km CO2) 0,6 Liter weniger als der Vorgänger verbrauchen soll.

Das Spektrum der Ottomotoren bilden in der Startphase vier Varianten mit 59 kW und 75 kW sowie 90 kW und 118 kW. Ab einer Leistung von 90 kW werden die TSI-Motoren mit Kompressor- und / oder Turbo-Aufladung ausgerüstet. Wie auch bei den Dieselaggregaten konnten die Motorenentwickler die Verbrauchswerte der neuen Ottomotor-Generation reduzieren. So verbraucht die optimierte 59-kW-Einstiegsmotorisierung laut VW 6,4 Liter Super auf 100 Kilometern (149 g/km CO2), was 0,5 Liter weniger als beim Vorgänger ist. Als "Paradebeispiele in Sachen Effizienz" hebt Volkswagen die TSI-Motoren hervor: Mit 90 kW soll der neue Golf 1.4 TSI 6,2 Liter Super je 100 Kilometer verbrauchen (144 g/km CO2); hier ergibt sich ein Verbrauchsvorteil von 0,1 Litern. Selbst die neue 118-kW-Spitzenversion des 1.4 TSI benötigt laut VW im Durchschnitt 6,3 Litern auf 100 Kilometer. Im Vergleich zum abgelösten 110-kW-FSI, konnte der Verbrauch damit um 1,6 Liter gesenkt werden.

Mit Ausnahme der Einstiegsversionen werden alle Otto- und Dieselmotoren optional mit den Volkswagen Doppelkupplungsgetrieben (DSG) kombinierbar sein. Je nach Motordrehmoment kommt dabei ein Sechsgang- oder Siebengang-DSG zum Einsatz und löst damit die klassische Wandlerautomatik ab. Wie effizient die Kombination aus TSI plus DSG sein kann, zeigt der Durchschnittsverbrauch des 1.4 TSI mit 118 kW und Siebengang-DSG, der laut Werksangaben 6,0 Liter je 100 Kilometer beträgt (139 g/km CO2). Diese Motoren-Getriebe-Kombination löst den 2.0 FSI mit 110 kW und Sechsgang-Automatikgetriebe ab, die laut Hersteller im Durchschnitt 8,3 Liter auf 100 Kilometer verbrauchte. demnach würde sich eine Ersparnis von 2,3 Litern auf 100 Kilometern ergeben, respektive 28 Prozent.

Assistenzsysteme wie die automatische Distanzregelung (ACC), die adaptive Fahrwerksregelung (DCC) und der Park Assist bringen weitere Neuerungen an Bord des Golf. Ein neues, im Regelbereich feiner ansprechendes ESP-System, nochmals optimierte Crasheigenschaften, sieben Airbags inklusive Knieairbag, dem Schleudertrauma entgegenwirkende Kopfstützen (WOKS), eine im Golf debütierende Anschnallerkennung für den Fond und ein serienmäßiges Tagfahrlicht sorgen zudem für ein Höchstmaß an Sicherheit.
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Autor(en): Caterina Schröder
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