03.09.2008

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Fraunhofer IISB entwickelt Hybridfahrzeug auf Audi-TT-Basis

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Am Zentrum für Kfz-Leistungselektronik und Mechatronik (ZKLM) des Fraunhofer IISB in Nürnberg wird derzeit ein Serienfahrzeug in ein Hybridauto verwandelt. Die Ingenieure wollen damit beweisen, was Hybridtechnik leisten kann und dass sie sich hervorragend auch in bestehende Fahrzeugkonzepte integrieren lässt. Dabei sei die Hybridisierung sowohl in Kombination mit Ottomotoren als auch mit Dieselaggregaten sinnvoll.

Das in Nürnberg verfolgte Hybridisierungskonzept minimiert dabei laut Fraunhofer, im Gegensatz zu den auf dem Markt befindlichen japanischen Lösungen, den notwendigen Eingriff in den Antriebsstrang und bietet darüber hinaus auch noch Zusatzfunktionen wie etwa einen temporären Allradantrieb.Komkret bedeutet das, dass die Forscher den konventionellen Frontantrieb völlig unangetastet lassen und nur die Hinterachse gegen eine Achse mit zwei Elektromotoren ersetzten.

"Die vielen Vorteile für den Anwender, die - neben der Verbrauchsreduzierung - im Zuge einer Hybridisierung überhaupt erst realisierbar werden, finden leider viel zu wenig Beachtung", sagt Dr. Martin März, Leiter des ZKLM. Als Beispiele nennt er Standklimatisierung, aktives Fahrwerk oder eine leistungsfähige Netzsteckdose am Fahrzeug, an der sich beispielsweise ein Notebook, Staubsauger oder professionelle Elektrowerkzeuge betreiben lassen. "Dabei sprechen wir bei einer Hybridisierung gerade einmal von Mehrkosten im Äquivalent einer Lederausstattung".

Ziel des Hybridfahrzeugprojekts ist die Schaffung einer offenen Technologieplattform, um alle für eine Hybridisierung erforderlichen Systeme, deren Integration in ein Fahrzeug sowie deren Zusammenspiel unter realen Umgebungs- und Betriebsbedingungen darstellen, untersuchen und optimieren zu können. Als Basisfahrzeug wurde ein Audi TT gewählt, der sich durch ein besonders leichtes Alu-Chassis auszeichne. "Unsere Spezialität ist es, Leistungselektronik so kompakt zu bauen, dass diese sich auch in Serienfahrzeugen mit sehr beengten Platzverhältnissen - und sogar in einem Sportwagen - unterbringen lässt", erklärt März. "Dabei ist alles, was wir an Technologien und Komponenten für unsere Hybridplattform entwickeln, langfristig auch für reine Elektrofahrzeuge von größter Bedeutung".

Neben der Leistungselektronik für das Energiemanagement und die elektrischen Antriebe entwickeln die Fraunhofer-Forscher im Rahmen des Projekts auch ein fahrzeugtaugliches Energiespeichermodul auf der Basis von Lithium-Polymer-Akkumulatoren.
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Autor(en): Caterina Schröder
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