07.10.2008

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Audi A1 Sportback concept: Kompakter Fünftürer mit Hybridantrieb

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Mit dem Audi A1 Sportback concept präsentiert Audi nach dem dreitürigen Showcar Audi A1 project quattro auf dem Pariser Automobilsalon (2. bis 12. Oktober 2008) das Konzept eines fünftürigen Viersitzers der Subkompaktklasse. Das 3.990 Millimeter lange und 1.750 Millimeter breite Fronttriebler kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem Elektroaggregat an der Hinterachse für mehr Effizienz, Dynamik und Fahrspaß.

Unter der Motorhaube des Audi A1 Sportback concept arbeitet ein 1,4-Liter-Vierzylinder-TFSI mit Turboaufladung. Dieser Motor ist eine Weiterentwicklung des Aggregats, das sein Seriendebüt im Audi A3 gegeben hat. Während der 1.4 TFSI dort 92 kW mobilisiert, leistet er in der Studie 110 kW bei 5.500 1/min. Sein maximales Drehmoment von 240 Newtonmetern liegt zwischen 1.600 und 4.000 1/min an.

Um Effizienz mit mehr Leistungsfähigkeit zu verbinden, sorgen Mehrloch-Einspritzdüsen für eine homogene Gemischbildung und unterstützen damit die Reduktion der Schadstoffe. Der integrierte Turbolader soll das Ansprechverhalten und den Drehmomentaufbau optimieren. 80 Prozent des maximalen Drehmoments stehen praktisch knapp oberhalb des Leerlaufs, ab 1.250 1/min zur Verfügung.

Für die Kraftübertragung an die Vorderräder sorgt das Doppelkupplungsgetriebe Audi S tronic. Es erlaubt dem Fahrer, die Gänge ohne Zugkraftunterbrechung zu wechseln. Auf Wunsch absolviert das Getriebe die Schaltvorgänge auch vollautomatisch.

Zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe sitzt das 20 kW starke Elektroaggregat, das je nach gewählter Betriebsart automatisch zugeschaltet wird beziehungsweise alleine für den Vortrieb sorgt. Die Batterieeinheit - ein Verbund kompakter Lithium-Ionen-Akkus - ist zugunsten der Gewichtsbalance im Fahrzeugheck installiert.

Sowohl im reinen Verbrennungsmotor-Betrieb als auch bei ausschließlicher Nutzung des Elektroantriebs und beim gemeinsamen Einsatz im Boostbetrieb ist der A1 Sportback concept als Fronttriebler unterwegs. Das hohe Drehmoment von insgesamt 390 Newtonmetern - 240 Newtonmeter liefert der 1.4 TFSI, zusätzliche 150 Newtonmeter der Elektromotor - wird beim Beschleunigen in Traktion umgesetzt. Im Schubbetrieb, der so genannte Rekuperationsphase, wird die Bremsenergie wieder in elektrische Energie gewandelt und in die Lithium-Ionen-Akkus geleitet.

Dank der Steuerung beider Aggregate, der Rekuperation sowie einer Start-/Stoppautomatik sinkt der Kraftstoffverbrauch gegenüber dem reinem Benziner-Betrieb um rund 30 Prozent. Obwohl die Komponenten des Elektroantriebs mit einem Mehrgewicht von rund 40 Kilogramm zu Buche schlagen, verbraucht die Studie im gemischten Fahrbetrieb laut Audi 3,9 Liter Super auf 100 Kilometer; der CO2-Ausstoß liegt bei durchschnittlich 92 Gramm pro Kilometer.

Die Vorraussetzungen für eine entsprechende Fahrdynamik und Fahrsicherheit liefert die Fahrwerkskonstruktion mit McPherson-Vorderachse und Vierlenker-Einzelradaufhängung hinten. Die neu entwickelte, aktive, über ESP gesteuerte Vorderachs-Quersperre bewirkt nach Angaben der Entwickler eine fahrsituationsabhängige Verteilung der Antriebsmomente und damit gesteigerte Lenkpräzision und hohe Spurstabilität sowie verbesserte Traktion und Dynamik bei Kurvenfahrt.

Dem Leistungsvermögen der Motoren entspricht auch das Potenzial der aus dem Motorsport stammenden Bremsanlage mit großen Scheibendurchmessern (312 Millimeter an der Vorderachse), die eine fadingfreie Verzögerung verspricht. Für optimale Handlichkeit sorgt zudem die elektromechanische Lenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Servounterstützung. Sie verbindet ein optimales Lenkgefühl mit geringer Empfindlichkeit gegen Fahrbahnanregungen und einem reduzierten Energieverbrauch.

Die besonderen Qualitäten der Vierlenker-Achse beruhen auf der funktionalen Trennung von Längs- und Seitenkraftabstützung. Diese Trennung lässt einerseits eine hohe Quersteifigkeit zugunsten optimaler Dynamik und Fahrsicherheit zu. Andererseits ermöglicht sie eine recht große Längsweichheit, die den Abrollkomfort verbessert. Bei den Stoßdämpfern kommt mit Audi magnetic ride eine aus dem Audi R8 sowie Audi TT bekannte Technologie zum Einsatz, die statt des herkömmlichen Dämpferöls ein magnetorheologisches Fluid verwendet, dessen Eigenschaften
über ein elektromagnetisches Feld beeinflussbar sind.

Die Linienführung des fünftürigen Konzeptfahrzeugs ist eine konsequente Weiterentwicklung der dreitürigen Studie Audi A1 project quattro aus dem Jahr 2007, wobei sich Flächen und Linien deutlich gestrafft zeigen. Typisch für ein Fahrzeug mit den vier Ringen erscheint die Grundproportion von hohem Fahrzeugkörper und flachem Fensterband, eingefasst von einer coupéhaften Dachlinie. Der Heckabschluss erfolgt durch einen in der Heckscheibe integrierten zweiteiligen Spoiler mit einer markanten mittigen Einkerbung.

Ein besonderer Blickfang ist die Gestaltung der dreidimensionalen Hauptscheinwerfer in LED-Technik. Die neuartige Formgebung unterstreicht einmal mehr die Freiheit, die diese Technologie den Designern gewährt. Sie haben mit konzentrisch angeordneten, parallel geführten und rechtwinklig begrenzten Bändern alle Lichtfunktionen in einem flachen Gehäuse angeordnet: Abblend- und Fernlicht, Tagfahrlicht und Blinker. Dabei erlaubt es die Grafik, mit den unterschiedlich großen Leuchtflächen - unter denen das Abblendlicht die größte einnimmt - auch den Charakter der Front, das Gesicht des A1 Sportback concept völlig zu verändern. Auch die Heckleuchten nehmen dieses Thema auf und verbinden die Funktion von Schluss- und Bremslicht, Blinker, Rückfahr- und Nebelschlussleuchte mit einer eindeutigen Formgebung. Eine großflächige durchsichtige Abdeckung über der gesamten Fahrzeugbreite verbindet zusätzlich beide Leuchteinheiten und betont die horizontale Gestaltung des Hecks.
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Autor(en): Caterina Schröder
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