12.11.2008

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Der neue MZR-CD 2,2-Liter-Dieselmotor für den Mazda6

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Mazda baut mit dem neuen MZR-CD 2,2-Liter-Dieselmotor die Antriebspalette des neuen Mazda6 aus. Das von Mazda selbst entwickelte Aggregat ist in den drei Leistungsstufen 136 kW, 120 kW und 92 kW erhältlich und liefert entsprechende Drehmomentwerte von 400, 360 und 310 Newtonmetern. Der Zuwachs an Leistung und Effizienz gegenüber dem Vorgängermotor mit 2,0 Litern Hubraum wurde beispielsweise durch einen neuen Turbolader mit variabler Schaufelgeometrie (VGT) erreicht, der im Bereich der Turbine gekrümmte statt gerade Leitschaufeln besitzt. Dadurch steigt laut Mazda das maximal verfügbare Drehmoment sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Motordrehzahlen. Zudem verbessere sich das Ansprechverhalten des Motors auf Gasbefehle besonders bei niedrigen Drehzahlen. So liegt das maximale Drehmoment ab 1.800 1/min an und bleibt bis 3.000 1/min konstant.

Umfassende Neuerungen betreffen auch das Common-Rail-Einspritzsystem. Durch den Einsatz einer neuen Hochdruck-Kraftstoffpumpe wurde der Einspritzdruck gegenüber dem Vorgänger-Triebwerk von 1.800 auf 2.000 bar erhöht. Außerdem besitzen die Einspritzdüsen jetzt mehr und zugleich kleinere Löcher als konventionelle Systeme. Dadurch wird eine präzisere Steuerung des Einspritzzeitpunkts und der Einspritzmengen sowie eine Erhöhung der Zahl der Einspritzungen ermöglicht.

Zu einem sparsamen Kraftstoffverbrauch sollen unter anderem die schnell ansprechenden Magnetspulen des Common-Rail-Einspritzsystems beitragen, mit deren Hilfe die Einspritzintervalle um 30 Prozent gesenkt werden konnten. Damit beträgt der Kraftstoffverbrauch in den verschiedenen Leistungsstufen im kombinierten Zyklus laut Mazda zwischen 5,5 und 5,7 Litern je 100 Kilometer (CO2-Ausstoß zwischen 147 und 152 Gramm pro Kilometer).

Durch die Optimierung der Abgasnachbehandlung konnte Mazda darüber hinaus die Schadstoffemissionen senken, ohne dabei Leistungseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Zur Reduzierung des Partikelausstoßes setzt der japanische Automobilhersteller einen Dieselpartikelfilter (DPF) mit einer neu entwickelten Keramikstruktur ein. So wurde im neuen DPF neben der Verwendung eines hoch-hitzeresistenten Keramik-Monolithen die interne Struktur mit zusätzlichen Sauerstoffpassagen versehen. Dadurch soll sich eine vergleichsweise höhere Menge an Sauerstoff für die Partikelverbrennung binden, was die Regenerationsgeschwindigkeit des neuartigen Partikelfilters im Gegensatz zu herkömmlichen DPF, in denen Sauerstoff nur an der Oberfläche der katalytischen Partikel gebunden werden können, erhöht.

Für einen leisen Lauf des 2,2 l MZR-CD sorgen strukturelle Versteifungen und eine Ausgleichswelleneinheit. Trotz der Erhöhung des Hubraums gegenüber dem Vorgängertriebwerk von 2,0 auf 2,2 Liter und der Umsetzung mehrerer technischer Modifikationen konnten die Entwickler die Gewichtszunahme und Größenzuwachs des Motors zu begrenzen. Somit ist der neue Motor sechs Kilogramm schwerer als der Vorgänger.
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Autor(en): Caterina Schröder
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