19.11.2008

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Porsche-Mittelmotor-Sportwagen mit sparsamen Triebwerken

Die Porsche AG stellt auf der Los Angeles Auto Show (21. bis 30. November 2008) erstmals die zweite Generation der Mittelmotor-Sportwagen Boxster und Cayman vor. Im Mittelpunkt des Generationswechsels stehen die von Grund auf neu entwickelten Boxermotoren, die sowohl leistungsfähiger als auch sparsamer sein sollen als die Triebwerke der Vorgänger. Weitere Verbesserungen hinsichtlich Verbrauch und Fahrleistungen ermöglicht das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK).

Das 2,9-Liter-Basistriebwerk leistet im Boxster 188 kW und im Cayman 195 kW, ein Plus von sieben beziehungsweise 15 kW gegenüber dem jeweiligen Vorgängermodell. Das 3,4-Liter-Triebwerk der S-Varianten entwickelt dank Benzin-Direkteinspritzung im Boxster S jetzt 228 kW, im Cayman S (Foto) leistet es 235 kW. So liegen die Sprintzeiten von null auf 100 km/h zwischen 4,9 Sekunden für den Cayman S mit PDK und aktivierter "Launch Control" des optionalen Sport Chrono Pakets, und 5,9 Sekunden beim Boxster mit dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe. Mit PDK sollen Boxster und Cayman zudem beim Verbrauch erstmals unter der Neun-Liter-Marke bleiben: 8,9 Liter je 100 Kilometer (nach EU4) konsumieren die Modelle laut Porsche mit dem neuen 2,9-Liter-Boxermotor - elf Prozent weniger als der Vorgänger mit Tiptronic S. Eine Verringerung um 16 Prozent auf 9,2 Liter je 100 Kilometer ermittelte der Stuttgarter Automobilhersteller bei den 3,4-Liter-Versionen mit PDK gegenüber den entsprechenden Vorgängern mit Tiptronic S.

Mit zu der Premiere der vier Sportwagen gehört auch das aus dem Rennsport abgeleitete Porsche-Doppelkupplungsgetriebe, das die bisherige Tiptronic S ersetzt. Mit PDK spurten Roadster und Coupé jeweils um 0,1 Sekunden schneller auf Tempo 100 als mit dem manuellen Sechsganggetriebe, das jetzt auch bei den Basismodellen zum Einsatz kommt. Es soll neben kürzeren Beschleunigungszeiten auch die Verbrauchswerte senken, die um bis zu 16 Prozent niedriger als bei der ersten Generation liegen.

Das neu abgestimmte Fahrwerk ist verantwortlich für eine gesteigerte Fahrdynamik bei verbessertem Komfort. Durch eine Änderung der Ventilkennlinie des Lenkgetriebes haben die Stuttgarter Ingenieure die Lenkkräfte reduziert, wodurch Boxster und Cayman spontaner einlenken. Die Räder sind neu gestaltet und bei den Basismodellen um ein halbes Zoll breiter als beim Vorgänger, um die größere Bremsanlage der S-Modelle an der Vorderachse unterbringen zu können. Boxster und Cayman verfügen über die jüngste Generation des "Porsche Stability Managements" (PSM), das zwei neue Funktionen umfasst: "Vorbefüllung der Bremsanlage" und "Bremsassistent". Bei sehr schnellem Lösen des Gaspedals - beispielsweise bei einer bevorstehenden Notbremsung - baut das PSM-Hydraulikaggregat schon vor der Betätigung des Bremspedals etwas Druck an den Radbremsen auf. Damit werden die Bremsbeläge leicht an die Scheiben angelegt, das Ansprechverhalten verbessert und somit der Anhalteweg verkürzt. Beim Erkennen einer Notbremsung durch Überschreiten einer festgelegten Betätigungsgeschwindigkeit und definierten Pedalkraft am Bremspedal soll das PSM-Hydraulikaggregat aktiv den zur maximalen Verzögerung benötigten Bremsdruck zur Verfügung stellen.

Von außen erkennbar sind die aktualisierten Zweisitzer an in der Form veränderten Bug- und Heckteilen, neuen Halogenhauptscheinwerfern und LED-Rückleuchten. Von vorne differenzieren sich Roadster und Coupé durch die unterschiedlich gestalteten Lufteinlässe, von hinten durch die überarbeiteten Heckteile mit Diffusoreinsätzen beim Boxster und einem Leitwerk beim Cayman. Dazu kommen die serienmäßigen Nebelscheinwerfer - rechteckige beim Boxster, runde beim Cayman. Die neuen Modelle kommen ab Februar 2009 in den Handel.
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Autor(en): Caterina Schröder
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