25.11.2008

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Neuer 1,33-l-Motor: Toyotas "Optimal Drive"-Konzept senkt Verbrauch um 17 Prozent

Mehr Leistung bei weniger Kraftstoffverbrauch verspricht der neue 1,33-Liter-Dual-VVT-i-Ottomotor für den Toyota Auris, der den bisherigen 1,4-Liter-VVT-i-Motor ersetzen wird. Entwickelt wurde das Aggregat unter dem "Toyota Optimal Drive"-Konzept, das der japanische Automobilhersteller erstmals auf dem Pariser Automobilsalon 2008 vorgestellt hat und was den Verbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell laut Hersteller um 17 Prozent reduzieren konnte. Innerhalb eines Jahres sollen 80 Prozent aller Fahrzeuge des Herstellers mit der "Toyota Optimal Drive"-Technologie ausgerüstet sein. Diese sieht die Reduzierung von Schadstoffemissionen und die Steigerung der Effizienz als Standardausstattung bei neuen Modellen vor.

Beim Auris macht der neue 1,33-Liter-Motor mit Start-Stopp-Technologie den Anfang der ganzen Palette neuer optimierter Motoren, die in den kommenden Monaten in der Auris-Baureihe eingeführt werden sollen. Das neue Aggregat wird am 25. April 2009 auf dem deutschen Markt eingeführt. Der Vierzylinder-Motor verfügt über die intelligente variable Ventilsteuerung Dual VVT-i, entwickelt eine Leistung von 74 kW sowie ein maximales Drehmoment von 132 Newtonmetern, das bei rund 3.800 1/min anliegt.

Gegenüber dem bisherigen Triebwerk ist der neue Motor 54 Millimeter kürzer, 127 Millimeter schmaler und 13 Kilogramm leichter. Damit ist der neue Vierzylinder-Motor genauso kompakt wie ein 1,0-Liter-Dreizylinder. Die Konstruktion aus kleiner Bohrung und langem Hub führte zu einem schmalen Motorblock und hat nach Angaben der Entwickler ein ausgezeichnetes Leistungsgewicht zur Folge.

Zugunsten eines schnellen und effizienten Verbrennungsprozesses wurden komplett neue Kolben entwickelt: Geringerer Reibungsfläche verringerten Reibungsverluste und steigerten somit die Effizienz. Zudem wurde das Gewicht der Kolben um 36 Prozent auf 180 Gramm verringert. Für eine besondere magere Verbrennung wurde außerdem eine Öldüse integriert.

Auch ein neues Lademanagement soll zur Effizienz des Antriebs beitragen. Strom für das Bordnetz wird vorwiegend im Schubbetrieb oder beim Bremsen erzeugt, um die durch den Generator verursachte Belastung des Motors zu verringern. Mit Hilfe von Computersimulationen glätteten die Ingenieure den Ansaugkanal des Motors und alle Oberflächen; sie rundeten Winkel und scharfe Kanten ab, um Turbulenzen im Ansaugtrakt zu reduzieren. Dank einer Zylinderkopfabdeckung und eines Saugrohrs aus Kunstharz konnte das Gewicht gesenkt werden. Zudem ist das hochsteife Kurbelwellengehäuse aus Aluminium mit dem Transaxle-Gehäuse verbunden, was die Gesamtsteifigkeit des Antriebsstrangs stärken sowie Geräusche und Vibrationen reduzieren soll. Weitere Merkmale des Vierzylinders sind ein neues Nockenwellenprofil, ein wartungsfreier hydraulischer Ventilspiel-Ausgleich sowie die verringerte Reibung im Ventiltrieb.

Beim neuen Sechsgang-Getriebe hat Toyota die Größe um elf Prozent und die Zahl der Komponenten um 15 Prozent gesenkt. Die Drehmomentkapazität des Getriebes wurde erhöht, das Schaltgefühl optimiert und die Reibung verringert. Das im polnischen Toyota Motorenwerk gefertigte Doppelwellen-Getriebe besitzt ein neuartiges Zahnradprofil für höchste Stabilität und ein geringes Niveau von Geräuschen, Vibrationen und Rauheit. Durch die Verwendung einer hohlen Ausgangswelle wurde Gewicht gespart, während Ölverlust durch den Einsatz von Öltrennern minimiert wird.

Um den Kraftstoffverbrauch über die innermotorischen Maßnahmen hinaus zu beeinflussen, kombiniert Toyota den 1,33-Liter-Ottomotor mit einem Start-Stopp-System. Das System stoppt den Motor automatisch, wenn sich der Schalthebel in Leerlaufposition befindet und der Fahrer den Fuß vom Kupplungspedal genommen hat. Durch einen neuartigen Anlasser, der permanent am Schwungrad anliegt, sei ein sofortiger Neustart des Motors ohne Verzögerung möglich. Der Startermotor ist nicht riemengetrieben; dadurch gibt es auch keine Drehzahlbegrenzung für das gesamte System. Im Vergleich zu konventionellen Systemen konnte das Startgeräusch laut Toyota von 75,3 auf 66,8 dB gesenkt und die Startzeit von 0,7 auf 0,4 Sekunden verringert werden.

Produziert wird der neue Motor am Standort Deeside in Nord-Wales, wo der japanische Automobilhersteller knapp 115 Millionen Euro in die Fertigung des neuen Triebwerks investiert hat. Derzeit produziert das Werk drei verschiedene Triebwerke (1,4 Liter VVT-i, 1,6-Liter Valvematic und 1,8-Liter Valvematic) mit einer Jahreskapazität von 185.000 Einheiten. In Deeside werden außerdem Motorensets für die lokale Montage gefertigt und unter anderem nach Venezuela, Brasilien, Frankreich, Südafrika, Japan und in die Türkei exportiert.
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Autor(en): Caterina Schröder
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