17.12.2008

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Weltpremiere des Volvo S60 Concept mit neuem GTDi-Ottomotor

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2008 sehen, was 2010 kommt - so handhabt es Volvo mit dem zukünftigen Serienmodell S60 und veröffentlicht erste Details der Studie Volvo S60 Concept. Mit Glas im Innenraum (ATZonline berichtete), neuer Sicherheitstechnologie für Fußgänger und einem Ottomotor mit Benzindirekteinspritzung wird das Konzept auf der NAIAS Detroit Motorshow im Januar 2009 (11. bis 25. Januar) zu sehen sein.

Die Premiere in der Premiere feiert das GTDi-Triebwerk (Gasoline Turbocharged Direct Injection). Die GTDi-Technik ermöglicht zusammen mit der Turboaufladung die Verringerung des Hubraums ohne Einbußen bei der Motorleistung. Zugleich können damit nach Angaben des schwedischen Automobilherstellers sowohl die CO2-Emissionen als auch der Verbrauch um rund 20 Prozent gesenkt werden. Der Vierzylinder-Ottomotor mit 1.6 Litern Hubraum verfügt über eine Leistung von 132 kW und realisiert zusammen mit anderen technischen Maßnahmen laut Volvo einen Durchschnittsverbrauch von 5,0 Litern auf 100 Kilometer und damit eine Reduzierung der CO2-Emissionen auf 119 Gramm pro Kilometer. Da die neue Motorentechnik bereits Serienreife erlangt hat, wird sie in der zweiten Jahreshälfte 2009 erste Serienmodellen von Volvo antreiben.

Zu den zusätzlichen technischen Lösungen zur Reduzierung der Emissionswerte gehören die so optimierten Brennkammern, dass sie Schichtladungen ermöglichen, eine Start-Stopp-Funktion, das Doppelkupplungsgetriebe "Powershift" sowie die "Electric Power Assist Steering" (EPAS). Bei dieser elektrischen Servolenkung wurde die herkömmliche Hydraulikpumpe durch einen Elektromotor ersetzt, der direkt mit der Zahnstange verbunden ist. Via "DRIVe"-Modus kann der Fahrer durch entsprechende Einstellungen, beispielsweise durch die Funktionsbegrenzung verschiedener elektrischer oder mechanischer Systeme, den Verbrauch gezielt senken.

Aerodynamische Optimierungen und Leichtbau im Bereich der Karosserie gehören ebenso zum Konzept. So befindet sich im Kühlergrill ein windabweisender Einsatz, der geschlossen werden kann, um den Luftwiderstand zu reduzieren, wenn weniger Luft zur Kühlung benötigt wird. Ebenso wurde der Unterboden des Fahrzeugs verkleidet.

Wie schon oft, stellt der schwedische Automobilhersteller mit dem neuen Modell auch eine neue Sicherheitstechnik vor. So verfügt das S60-Konzeptauto über ein neues Kollisions-Warnsystem mit automatischer Notbremsfunktion. Die Besonderheit des Systems, ist das große Beobachtungsspektrum, das auch Fußgänger im Bereich des Fahrzeugs wahrnimmt. Dazu kombiniert die Technologie ein Radarsystem, das Objekte erkennt und die Entfernung zu ihnen misst, mit einer Kamera, die am inneren Rückspiegel befestigt ist und erkennen soll, ob es sich um eine Person oder ein Fahrzeug handelt.

"Bei der Unfallverhütung haben wir bisher den Schwerpunkt auf die Vermeidung von Kollisionen mit anderen Fahrzeugen gelegt. Mit dieser Neuentwicklung können wir jetzt auch die Sicherheit für Fußgänger erheblich verbessern", sagt Thomas Broberg, Sicherheitsexperte bei Volvo Cars. "Das neue System soll dem Fahrer helfen, Kollisionen mit Fußgängern bei Fahrgeschwindigkeiten unterhalb von 20 km/h vollständig zu verhindern. Bei höherem Tempo ist das Ziel, die Aufprallkräfte so weit wie möglich zu verringern", erklärt Broberg weiter. In den meisten Fällen könne so die Wucht des Aufpralls um rund 75 Prozent reduziert werden.

Das Kollisions-Warnsystem "Bremsassistent Pro" der dritten Generation ist so programmiert, dass es auch auf stillstehende Fahrzeuge reagiert und auf solche, die sich in die gleiche Richtung bewegen. Die automatische Notbremsfunktion wird nur dann aktiviert, wenn eine unmittelbare Unfallgefahr droht. In einem solchen Fall kann eine Kollision vollständig verhindert werden, wenn die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen beiden Fahrzeugen unterhalb von 20 km/h liegt.

Wenn ein Zusammenstoß droht, ertönt für den Fahrer zunächst ein Warnton. Zugleich wird er durch ein optisches Signal im Head-up-Display alarmiert. Reagiert der Fahrer nicht und ein Unfall steht unmittelbar bevor, wird das Fahrzeug mit voller Bremskraft zum Stillstand gebracht. Voraussetzung für die Aktivierung dieser Notbremsung ist, dass das entsprechende Objekt sowohl vom Radarsystem als auch von der Kamera erkannt wird.

Darüber hinaus wurde das aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelungssystem (ACC) von Volvo so optimiert, dass es jetzt auch mit einem Kolonnen-Assistenten ausgestattet ist. Somit sorgt das ACC dafür, dass der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug immer konstant bleibt, auch wenn die Geschwindigkeit unterhalb von 30 km/h liegt.

Sowohl der "Bremsassistent Pro" mit Einleitung einer Vollbremsung und integrierter Fußgängererkennung als auch die neue Entwicklungsstufe des aktiven Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystems stehen ab 2010 im neuen Volvo S60 zur Verfügung.

Optisch orientierten sich die Designer am aktuellen S60 und zitieren die coupéartige Dachlinie. Gestalterische Freiheiten erlaubten sie sich jedoch bei den Türen und den Scheinwerfern. So formt jede Lampe mit ihrem Licht eine Skulptur in Form von zwei Wikinger-Schiffen, die nebeneinander segeln - jeweils eines in der Leuchteinheit für Abblendlicht und ein weiteres bei der für Fernlicht. In der Dunkelheit wird das Licht von verborgenen LED-Leuchten nach oben gerichteten und von den gefüllten Segeln der Skulpturen nach vorn projiziert.

Die Seitenansicht des Volvo S60 Concept zeigt eine neu gestaltete Schulterpartie, die sich in Form einer doppelten Welle von den Scheinwerfern bis zum Heck zieht. Ein Highlight sind die Türen: Sie öffnen sich auf Knopfdruck und gleiten dabei parallel zur Fahrzeugseite bis zu den Hinterrädern. Da das Konzeptfahrzeug ohne B-Säule zwischen Vorder- und Rücksitzen auskommt, soll die Konfiguration der Türen für einen komfortablen Ein- und Ausstieg sorgen.
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Autor(en): Caterina Schröder
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