13.01.2009

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Die neue E-Klasse von Mercedes-Benz - Teil 2: Sicherheit

Zur weiteren Verbesserung der Sicherheit orientierte sich Konzeption und Entwicklung am realen Unfallgeschehen. Die verschiedenen Systeme sollen die E-Klasse zu einem "denkenden" Partner machen, der sehen, fühlen, bei Gefahr reagieren und selbstständig handeln kann, um Unfälle zu verhindern oder die Unfallfolgen zu vermindern. Die neue E-Klasse ist laut Mercedes-Benz das weltweit erste Automobil, dessen Scheinwerfer sich kontinuierlich an die jeweilige Verkehrssituation anpassen und automatisch reagieren, um dem Autofahrer die jeweils bestmögliche Fahrbahnausleuchtung zu bieten und andere Verkehrspartner nicht zu blenden. Der optionale Adaptive Fernlicht-Assistent erkennt mittels einer Kamera an der Frontscheibe entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge und steuert die Scheinwerfer so, dass der Lichtkegel vor den anderen Fahrzeugen endet. Die Reichweite des Abblendlichts kann sich von derzeit 65 auf bis zu 300 Meter vergrößern. Ist die Strecke frei, schaltet das System mit einem weichen Übergang auf Fernlicht um. Mercedes-Benz bietet das neue System in einem Licht-Paket zusammen mit Bi-Xenon-Scheinwerfern, Intelligent Light System und LED-Tagfahrlicht an.

Das Spur-Paket der E-Klasse beinhaltet den aus der S-Klasse bekannten Totwinkel-Assistenten und als Neuentwicklung den Spurhalte-Assistenten, der Unfälle durch Abkommen von der Fahrbahn verhindern soll. Erkennt das System, wenn der Wagen unbeabsichtigt die Fahrspur verlässt, wird der Fahrer durch kurze Lenkradvibrationen darauf aufmerksam gemacht. Die Bilder der Frontscheiben-Kamera nutzt auch der neue, auf Wunsch lieferbare Geschwindigkeitslimit-Assistent, um Temposchilder beim Vorbeifahren zu detektieren und die jeweilige km/h-Begrenzung auf einem Display im Tachometer anzuzeigen. Der Nachtsicht-Assistent aus der S-Klasse ist ebenfalls auf Wunsch für die neue E-Klasse lieferbar. Mercedes-Benz hat das System durch eine spezielle Fußgänger-Detektion weiterentwickelt: Sobald der Nachtsicht-Assistent Plus Fußgänger vor dem Auto erkennt, werden sie in der Displayanzeige optisch hervorgehoben; dadurch verbessert sich der Warneffekt.

Die neue serienmäßige Müdigkeitsdetektion Attention Assist ist mit hochempfindlicher Sensorik ausgestattet, die permanent über 70 verschiedene Parameter erfasst. Als besonders aussagekräftig hat sich laut Mercedes die Beobachtung des Lenkverhaltens erwiesen: Mehrjährige Praxisuntersuchungen der -Ingenieure zeigten, dass übermüdete Autofahrer kleinere Lenkfehler machen, die oft sehr schnell und in charakteristischer Weise korrigiert werden. Sie werden von einem hochsensiblen Lenkradwinkelsensor erkannt.

Die radarbasierten Assistenzsysteme aus der S-Klasse stehen jetzt auf Wunsch auch in der E-Klasse zur Verfügung. Der weiterentwickelte Fernradarsensor hat eine Reichweite von 200 Metern (bisher 150 Meter) und zeichnet sich durch eine neue Mittelbereichserfassung aus, mit der dynamische Vorgänge, wie das plötzliche Ausscheren vorausfahrender Autos, noch besser detektiert werden können. Die beiden weitwinkligen Nahbereichs-Radar-Sensoren, die rund 30 Meter weit reichen, sind weiterhin im Einsatz. Die Radarsysteme können den Autofahrer bei Notbremsungen unterstützen. Ihre Sensoren sind mit dem Bremsassistenten Plus vernetzt, der bei Gefahr automatisch den Bremsdruck berechnet, um die Kollision zu verhindern. Gleichzeitig wird der Fahrer akustisch und optisch gewarnt. Beim Tritt aufs Bremspedal aktiviert das System die berechnete Bremskraftunterstützung. Reagiert der Fahrer nicht auf die Warnhinweise, erfolgt zuerst eine automatische Teilbremsung und in der zweiten Stufe eine Vollbremsung, wenn der Autofahrer noch immer nicht reagiert hat und der Unfall unvermeidbar ist. Dadurch kann die Unfallschwere deutlich vermindert werden.

Ein weiteres Novum ist die aktive Motorhaube für den Fußgängerschutz. Beim Unfall hebt ein Federsystem die Motorhaube im hinteren Bereich millisekundenschnell um 50 Millimeter an und vergrößert auf diese Weise den Deformationsraum. Dank intelligenter Mechanik kann der Autofahrer die aktive Motorhaube nach der Auslösung mit eigener Kraft zurückstellen. Serienmäßig bietet Mercedes-Benz auch das präventive Insassenschutzsystem Pre-Safe an. In unfallträchtigen Situationen aktiviert es vorsorgliche Schutzmaßnahmen für die Insassen, sodass Gurte und Airbags beim Aufprall ihre volle Schutzwirkung entfalten können.
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Autor(en): Ruben Danisch
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