22.01.2009

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Porsche 911 GT3 RSR: Mehr Hubraum und verbesserte Aerodynamik

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Kräftig überarbeitet geht der stärkste Rennwagen auf Basis des Porsche 911 in das neue Modelljahr. Deutlichstes Erkennungszeichen des neuen Porsche 911 GT3 RSR ist die neu gestaltete Frontpartie mit großflächigen Entlüftungsöffnungen auf der Fronthaube. Doch auch unter der Leichtbau-Karosserie wurde der schnelle Elfer überarbeitet.

So wuchs der Hubraum des Sechszylinder-Boxermotors von 3,8 auf 4,0 Liter. Der Motor leistet nach einer erneuten Reduzierung des Luftmengenbegrenzers zur Saison 2009 nun rund 331 kW bei 7.800 1/min und entwickelt ein maximales Drehmoment von 430 Newtonmetern bei 7.250 1/min. Der Drehzahlbegrenzer des Sechszylinders setzt bei 9.000 1/min ein. Im Vergleich zum Vorgänger konnte das Drehzahlniveau bei gleicher Leistung signifikant reduziert werden. Dadurch weist der Motor einen optimierten Drehmomentverlauf und eine verbesserte Fahrbarkeit auf. Ein Sechsgang-Getriebe mit sequenzieller Klauenschaltung überträgt das Drehmoment auf die Hinterachse.

Von vorne betrachtet fallen die Entlüftungsschlitze, die so genannten Louvers, in der Fronthaube ins Auge: Ein Hinweis auf die komplett erneuerte Luftführung der Kühler, die durch die Neuauslegung von Zu- und Abluft bei Verbau der optional erhältlichen Klimaanlage nötig wurde. Die Aerodynamik im unteren Heckbereich wurde weiter optimiert. Der Heckflügel verfügt nun über einen erweiterten Verstellbereich. Die im Vergleich zum Vorgängermodell gewichtsoptimierte Bremsanlage und der leichtere Fahrzeugkabelstrang sorgen zusätzlich für eine verbesserte Fahrdynamik. In Summe bringt der Rennwagen rund 1.220 Kilogramm nach A.C.O-Reglement beziehungsweise 1.245 Kilogramm nach FIA-Reglement auf die Waage.

Im Cockpit weist eine neue Multifunktionsanzeige oberhalb des Armaturenträgers den Fahrer auf den optimalen Schaltpunkt hin. Ebenfalls neu ist das programmierbare Multifunktions-Bordnetzsteuergerät, das den Einsatzteams viele individuelle Funktionen zur Verfügung stellt. Dazu gehört unter anderem die frei wählbare Blinkfrequenz der Lichter in der Frontschürze, die auch bei Dunkelheit die frühzeitige Differenzierung der Fahrzeuge bei der Anfahrt zur Box gewährleistet. Auch die Servicefreundlichkeit im Rennbetrieb wurde weiter verbessert. Der GT3 RSR verfügt nun über eine neue Luftheberanlage mit Überdruckventil. Die Ölschnellbefüllung wanderte auf den Heckdeckel, wo sie beim Boxenstopp für die Mechaniker besser zugänglich ist.

Neben dem GT3 Cup und dem GT3 Cup S ist der GT3 RSR das dritte Rennfahrzeug auf Basis des Porsche 911, das von Porsche Motorsport angeboten wird. Der Langstreckenrenner aus Weissach wird in einer Auflage von rund 20 Fahrzeugen produziert und ab sofort an die Kunden-Teams in aller Welt ausgeliefert. Der Preis für den GT3 RSR beträgt 380.000 Euro zuzüglich der länderspezifischen Mehrwertsteuer.
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Autor(en): Caterina Schröder
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