08.04.2009

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Die Mercedes-Benz S-Klasse 2009: Effizienz in der Luxusklasse

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Vier Jahre nach Markteinführung der Baureihe W 221 präsentiert Mercedes-Benz die S-Klasse 2009. Effizientere Antriebe, mitdenkende Sicherheits-Technologien und Komfort sind die entscheidenden Neuerungen der Luxuslimousinen, die im Juni 2009 zu den Händlern kommen.

Das Motorenprogramm umfasst acht Otto- und Dieselmotoren, die bis zu sieben Prozent weniger Kraftstoff benötigen. Das Technologie-Highlight bildet jedoch der erste serienmäßige Hybridantrieb mit Lithium-Ionen-Batterie im S 400 HYBRID, der auf dem S 350 basiert und mit einem umfangreich modifizierten Antriebsstrang ausgerüstet ist. Laut Hersteller kommt die Hybridversion mit durchschnittlich 7,9 Litern auf 100 Kilometer aus und emittiert entsprechend 186 Gramm pro Kilometer.

Der Hybrid-Antrieb, konstruiert nach dem intelligenten Modulkonzept von Mercedes-Benz, setzt sich aus dem weiterentwickelten, 205 kW starken 3,5-Liter-V6-Ottomotor, dem zusätzlichen Permanentmagnet-Elektromotor - der 15 kW sowie ein Startdrehmoment von 160 Newtonmetern zur Verfügung stellt - und der für die Aufnahme des Hybridmoduls ausgelegten Siebenstufen-Automatik "7G-TRONIC" zusammen. Hinzu kommen die erforderliche Leistungs- und Steuerungselektronik, ein Spannungswandler sowie eine Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie.

Bei der Verzögerung arbeitet der Elektromotor als Generator und kann durch die Rekuperation Bewegungsenergie umwandeln. Der Elektromotor arbeitet dabei mit der Motorbremse des Verbrennungstriebwerks und den klassischen Radbremsen zusammen und speist die zurückgewonnene Energie in die kompakte Lithium-Ionen-Batterie im Motorraum ein. Das Hybridmodul verfügt zudem eine Start-Stopp-Funktion.

Das komplette Motorenprogramm für die S-Klasse 2009 umfasst neben dem S 400 HYBRID acht weitere Triebwerke: zwei Diesel und sechs Ottomotoren mit sechs, acht und zwölf Zylindern. Zur gezielten Feinarbeit an den Motoren kommen zusätzliche Maßnahmen zur Verbrauchssenkung im Rahmen des "BlueEFFICIENCY"-Pakets. Dazu zählen die aerodynamische Optimierung, bedarfsgeregelte Kraftstoffpumpen sowie das verbrauchsoptimierte Schaltprogramm für das serienmäßige "7G-TRONIC"-Automatikgetriebe. Dadurch konnten der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen laut Hersteller um bis zu sieben Prozent gegenüber den Vorgängern gesenkt werden. Durch weitere gezielte aerodynamische Maßnahmen verringerten die Mercedes-Benz-Ingenieure zudem die Windgeräusche, was ebenfalls zum gesteigerten Fahrkomfort beiträgt.

Mit 7,6 Liter Diesel pro 100 Kilometer und einem CO2-Ausstoß von 199-201 Gramm pro Kilometer gehört der S 350 CDI BlueEFFICIENCY (173 kW) neben dem Hybriden zur sparsamsten Version der S-Klasse. Mercedes-Benz erreicht diese Effizienz durch das BlueEfficiency-Paket, das zusätzlich eine geschlossene Unterbodenverkleidung und eine Stand-abkoppelung für das Siebengang-Automatikgetriebe umfasst. Der 3,0-Liter-Dieselmotor kommt ebenfalls im S 350 CDI 4MATIC zum Einsatz. Als zweite Dieselvariante bietet der Stuttgarter Automobilhersteller den 235 kW starke 4,0-Liter-Achtzylindermotor im S 450 CDI an.

Die Palette der Ottomotoren umfasst einen 3,5-Liter-Sechszylindermotor, der den S 350 sowie die Allradversion S 350 4MATIC mit eine Leistung von 200 kW antriebt, sowie zwei Achtzylindermotoren. Während die 4,7-Litern-Version mit 250 kW den S 450 und den S 450 4MATIC antreibt, findet die 5,5-Litern-Achtszylinder mit 285 kW im S 500/S 500 4MATIC Platz. Spitzenmodell bleibt der S 600 mit dem 380 kW starkem 5,5-Liter-Zwölfzylinder-Biturbo, der die Luxuslimousine in 4,6 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt. Aus dem Hause Mercedes-AMG stammen die Hochleistungslimousinen S 63 AMG mit 386 kW starkem V8-Aggregat (6,2 Liter Hubraum) und S 65 AMG mit 450 kW starkem Zwölfzylinder (6,0 Liter Hubraum).

Das traditionell hohe Sicherheitsniveau der S-Klasse steigert Mercedes-Benz durch eine Kombination neuartiger kamera- und radarbasierter Fahrerassistenzsysteme, welche die Luxuslimousine zum "denkenden" Partner machen soll. Hierzu zählen der Adaptive Fernlicht- Assistent, der Spurhalte-Assistent, der Geschwindigkeitslimit-Assistent und der weiterentwickelte Nachtsicht-Assistent "PLUS". Des Weiteren kommen die Müdigkeitserkennung "ATTENTION ASSIST" und die automatische Seitenwindstabilisierung zum Einsatz. Letztere ist Teil des weiterentwickelten Active Body Control (ABC), das die Gierraten- und Querbeschleunigungssensoren des Elektronischen Stabilitäts-Programms (ESP) nutzt, um die Radlastverteilung mittels der ABC-Federbeine je nach Richtung und Intensität des einwirkenden Seitenwinds zu variieren. Einflüsse durch Seitenwind können somit ausgeglichen oder - bei starken Böen - stark beschränkt werden.

Zudem soll die neue Generation des "PRE-SAFE"-Systems noch mehr Sicherheit bieten: Handelt der Fahrer auch nach optischer und akustischer Warnung nicht, kann die "PRE-SAFE"-Bremse rund 0,6 Sekunden vor dem als unvermeidbar erkannten Aufprall die maximale Bremsleistung aktivieren und somit die Aufprallschwere vermindern.
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Autor(en): Caterina Schröder
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