18.05.2009

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TUfast startet mit optimiertem Rennwagen in die Formula-Student-Saison

Das studentische Rennsportgruppe TUfast der TU München tritt die Formula-Student-Saison 2009 mit einem neu entwickelten Rennwagen nb09 an. Im Rennwagen der aktuellen Saison wurden bewährte Elemente der Vorjahre mit neuen Ideen und Verbesserungen kombiniert. So wurde der Aufbau des rund 17 Kilogramm schweren Carbonfaser-Monocoque mithilfe der FEM komplett überarbeitet. Kleine Verbesserungen enthält auch die selbst entwickelte Motorelektronik, die per Funk eine Optimierung der Abstimmung während der Fahrt ermöglicht.

Angetrieben wird der knapp 200 Kilogramm schwere Rennwagen von einem modifizierten 599-Kubikzentimeter-Motorradmotor einer Kawasaki ZX6R. Trotz entsprechend dem Reglement begrenzter Ansaugluftmenge liefert der Motor etwa 67 kW sowie ein maximales Drehmoment von 60 Newtonmetern bei 10.000 1/min und beschleunigt das Fahrzeug in 3,6 Sekunden von null auf 100 km/h.

Zu den Modifizierungen gehört eine selbst entwickelte Trockensumpfschmierung, die den Motor auch bei hoher Querbeschleunigung sicher mit Öl versorgen soll. Verbessert wurde auch die Wartungsfreundlichkeit des Antriebs: Der Motor lässt sich nun innerhalb von 10 Minuten ein- oder ausbauen.

In der Formula Student SAE-Rennserie gibt es inzwischen weltweit neun Wettbewerbe, drei davon in den USA sowie je einen in England, Australien, Japan, Brasilien, Italien und Deutschland. Bei diesen Wettbewerben messen sich die Teams von Hochschulen aus aller Welt in mehreren Disziplinen. Die Wettbewerbe berücksichtigen nicht nur die fahrdynamischen Qualitäten des Autos, sondern vor allem die Konstruktion, die Kosten und die potentielle Vermarktbarkeit des Rennwagens als Kleinserie. Neuerdings fließt auch der Kraftstoffverbrauch des Rennwagens in erhöhtem Maße mit in die Bewertung ein.

Der Verein TUfast hat es sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Formula Student SAE-Rennserie jährlich einen neuen Formel-Rennwagen zu produzieren. Immer wieder gelang es TUfast, auf einen der ersten drei Plätze zu kommen. Im letzten Jahr verhinderte ein Unfall bei Testfahrten den Start in Silverstone und ein technischer Defekt machte die Hoffnungen auf einen Sieg bei der Formula Student Germany in Hockenheim zunichte.
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Autor(en): Caterina Schröder
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