22.05.2009

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Auf der Sonnenseite: "BOcruiser" soll Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen

Nach "HansGo!" im Jahr 2003 und dem vier Jahren später folgenden "SolarWorld No.1" arbeiten Studenten der Hochschule Bochum wieder an einem neuen Solarauto. Ein Team von etwa 30 angehenden Ingenieuren setzt damit die Solarmobil-Tradition der Hochschule Bochum fort und stellt gleichzeitig ein völlig neues Konzept vor. Augenfälligste Neuerung: Das aktuelle Solarcar soll auf vier Rädern fahren. Die Karosse präsentiert sich strömungsgünstig - der echte cw-Wert im Audi-Windkanal ermittelt werden. Energieeffizienz lautet das oberste Entwicklungsziel.

Neben bewährter Technik wie dem Batteriemanagementsystem kommen auch neu entwickelte Komponenten zum Einsatz. So entsteht derzeit in den Werkstätten der Bochumer Hochschule ein Radnabenmotor für den Vortrieb. Da das Fahrzeug von insgesamt zwei Motoren angetrieben werden soll, müssen die Studenten noch diverse Aufgaben beispielsweise auf der Elektronikseite lösen: Statt eines mechanischen Differentialgetriebes sollen Elektronik und Software für unterschiedliche Umdrehungszahlen der Räder in Kurven sorgen. Somit könnten die Studenten Gewicht sparen und die Effizienz des System verbessern.

Wie beim SolarWorld No.1 sorgen sechs Quadratmeter Solarzellen für elektrische Energie. Auch hier wird die eingesetzte Technologie alltagstauglicher: Silizium ersetzt das bisher verwandte, teure Galium-Arsenid beim Solargenerator.

Bereits im Juli 2009 wollen die Studenten sowohl den vierrädrigen BOcruiser, als auch das "SolarWorld No.1"-Fahrzeug nach Australien verschiffen, um rechtzeitig zur "World Solar Challenge" im Oktober vor Ort zu sein. Das Ziel beim 3000-Kilometer-Rennen ist laut Projektleiter Prof. Friedbert Pautzke nicht das Gewinnen, sondern der Beweis der Alltagstauglichkeit: "Der BOcruiser geht in unserer Reihe der Solarfahrzeug konsequent den nächsten Innovationsschritt in Richtung Alltag und wird seine Straßentauglichkeit down under zum ersten Mal unter Beweis stellen." Und dieser Weg endet für die studentischen Entwickler aus Bochum nicht nach dem Rennen in Australien: "Sustainable Individual Mobility Car" kurz SIMCar heißt der Projektname für das alltagstaugliche Elektroauto, das als Dreisitzer schon fertig geplant ist und 2010 gebaut werden soll.
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Autor(en): Caterina Schröder
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