25.05.2009

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IAA 2009: BMW stellt Serienversion des 5er Gran Turismo vor

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Auf der diesjährigen IAA präsentiert BMW die Serienversion des 5er Gran Turismo, mit dem der bayerische Automobilhersteller erstmals eine Brücke zwischen komfortabler Limousine, vielseitig nutzbaren Sports Activity Vehicle und einem klassischen Gran Turismo schlagen will. Neu sind neben den erstmals bei einem Großserienfahrzeug von BMW eingesetzten Türen mit rahmenlosen Scheiben in Aluminium-Blechschalenbauweise - sie sparen 28 Kilogramm - ein Reihensechszylinder-Ottomotor, der die Turboaufladung mit einer Direkteinspritzung und einer variablen Ventilsteuerung verknüpft. Verkaufsstart in Europa soll Ende Oktober 2009 sein.

Zur Markteinführung des neuen Modells stehen zwei Ottomotoren und ein Dieselantrieb zur Auswahl, die alle der Euro-5-Norm entsprechen. Die Spitzenposition im Motorenportfolio für den BMW 5er Gran Turismo wird vom V8-Aggregat mit "TwinPower Turbo" und "High Precision Injection" übernommen. Ein besonderes Merkmal des Antriebs ist die Anordnung des Turboladers und der Katalysatoren im V-Raum zwischen den Zylinderbänken. Aus einem Hubraum von 4,4 Litern erzeugt es eine Leistung von 300 kW. Das Drehmoment erreicht einen Höchstwert von 600 Newtonmetern, der zwischen 1.750 und 4.500 1/min zur Verfügung steht. In nur 5,5 Sekunden erreicht der BMW 550i Gran Turismo aus dem Stand die Marke von 100 km/h. Bei 250 km/h wird die Geschwindigkeit durch die Motorelektronik abgeregelt. Der im EU-Testzyklus ermittelte durchschnittliche Kraftstoffverbrauch beträgt laut BMW 11,2 Liter je 100 Kilometer, die CO2-Emissionen belaufen sich auf 263 Gramm pro Kilometer.

Der neu entwickelte Reihensechszylinder-Benziner, bei dem erstmals Turboaufladung, die Direkteinspritzung "High Precision Injection" und die variable Ventilsteuerung "Valvetronic" miteinander kombiniert werden, erzeugt aus einem Hubraum von drei Litern eine Leistung von 225 kW. Sein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern ist zwischen 1.200 und 5.000 1/min nutzbar. Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h benötigt der BMW 535i Gran Turismo 6,3 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 250 km/h limitiert. Den Durchschnittsverbrauch im EU-Testzyklus gibt der bayerische Automobilhersteller mit 8,9 Litern auf 100 Kilometer an; entprechend liegt der CO2-Wert bei 209 Gramm pro Kilometer.

Als Einstiegsmotorisierung wird der 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Dieselmotor der neuesten Generation angeboten. Er verfügt über ein Vollaluminium-Kurbelgehäuse sowie Common-Rail-Direkteinspritzung mit Piezo-Injektoren und leistet 180 kW. Der BMW 530d Gran Turismo beschleunigt in 6,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 240 km/h. Die Antriebseinheit ermöglicht dem Gran Turismo dank "EfficientDynamics"-Maßnahmen laut Hersteller einen Durchschnittsverbrauch im EU-Testzyklus von 6,5 Litern auf 100 Kilometer und einen Emissions-Wert von 173 Gramm CO2 pro Kilometer.

Alle für den BMW 5er Gran Turismo verfügbaren Motoren sind serienmäßig mit dem neuen Achtgang-Automatikgetriebe ausgestattet, das erstmals im neuen BMW 760i mit Zwölfzylinder-Motor vorgestellt wurde. Die neue Automatik zeichnet sich durch einen innovativen Radsatzaufbau aus, der es ermöglicht, zusätzliche Fahrstufen und eine größere Spreizung ohne negative Auswirkungen auf die Größe, das Gewicht und den inneren Wirkungsgrad des Systems zu erzielen.

Bei der Fahrwerktechnik kombinierten die Entwickler eine Doppelquerlenker-Vorderachse und eine Integral-V-Hinterachse miteinander. Alternativ zur serienmäßigen hydraulischen Zahnstangenlenkung mit Servotronic-Funktion, kann der optional die beim neuen BMW 7er erstmals präsentierte Integral-Aktivlenkung ausgestattet werden. Sie beeinflusst - jeweils in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit - die Lenkkräfte mittels der Servotronic sowie den Lenkwinkel über das Überlagerungsgetriebe der Aktivlenkung an der Vorderachse. Zusätzlich reguliert sie auch den Lenkwinkel der Hinterräder. Das System soll die Wendigkeit des BMW 5er Gran Turismo im Stadtverkehr steigern und souveräne Spurwechsel und Kurvenfahrten bei höherem Tempo ermöglichen.

Auf Wunsch kann der Gran Turismo mit Adaptive Drive ausgestattet werden, das elektronisch geregelte Dämpfer und eine aktive Wankstabilisierung miteinander kombiniert. Die Dämpfer passen sich adaptiv sowohl der Fahrbahnbeschaffenheit als auch dem Fahrstil anpassen, um unerwünschte Fahrzeugbewegungen zu verhindern. Die Besonderheit des Dämpfungssystems liegt in der kontinuierlichen und voneinander unabhängigen Verstellung der Zug- und der Druckstufen. Zusätzlich reduzieren aktive Stabilisatoren an der Vorder- und Hinterachse Aufbaubewegungen bei Kurvenfahrt.

Das wandelbare Interieur ermöglicht es, die Raumverhältnisse situativ den Bedürfnissen anzupassen: In ihrer Standardposition bieten die hinteren Sitze den Passagieren eine Beinfreiheit auf dem Niveau des BMW 7er sowie eine dem BMW X5 entsprechende Kopffreiheit. In dieser Konstellation fass der Gepäckraum 440 Liter. Durch die hinter den Fondsitzen angeordnete Trennwand werden Passagier- und Kofferraum wie bei einer Limousine akustisch und klimatisch voneinander getrennt. Bei Bedarf können die Fondsitze einzeln um bis zu 100 Millimeter in Längsrichtung nach vorn verschoben werden. Die Beinfreiheit weist dann das Niveau der BMW 5er Limousine auf, das Stauvolumen wächst auf 590 Liter. Nach dem Umklappen der Fondsitzlehnen und der Trennwand wächst der Gepäckraum auf sein maximales Volumen von 1.700 Litern.

Die zweigeteilte Heckklappe des BMW 5er Gran Turismo bietet durch ihre Funktionalität mehr Komfort bei der Gepäckraumbeladung. Das Öffnen der kleinen, Limousinen-artigen Gepäckraumklappe unterhalb des Heckfensters ermöglicht in Kombination mit der geschlossenen Trennwand eine Beladung, ohne dass akustische Störungen, Zuglufteinflüsse oder Temperaturänderungen im Fahrgastraum auftreten. Sperrige Transportgüter können nach dem Öffnen der großen Heckklappe bequem verstaut werden.

Im Karosseriedesign des BMW 5er Gran Turismo verbinden sich BMW-¬typische Proportionen, eine gestreckte Silhouette und eine Coupé-artige Dachlinie sowie vier Türen mit rahmenlosen Scheiben. Die Frontansicht ist durch die Präsenz der aufrecht stehenden BMW Niere, große Lufteinlässe und schräg gestellte Doppelrundscheinwerfer geprägt. Das Tagfahrlicht wird erstmals durch Coronaringe mit LED-Technik dargestellt. Horizontale Linien am Heck betonen die Breitenwirkung, die auch von den L-förmigen Rückleuchten mit homogen strahlenden, ¬LED-gespeisten Lichtbänken unterstützt wird.
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Autor(en): Caterina Schröder
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