09.06.2009

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VW Concept BlueSport: Sparsame Roadster-Studie mit Mittelmotor

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Dieser Roadster soll Appetit auf zukünftige Sommer machen: der Concept BlueSport von Volkswagen. Neben einem schlanken und linearen Karosseriekörper besticht er durch sein Mittelmotorkonzept, das Platz für aufgeladene TDI- und TSI-Motoren bietet. Im Fall des ersten Prototyps findet ein 132 kW starker Clean Diesel (TDI) mit Common-Rail-Einspritzung und nachgeschaltetem NOx-Speicherkat Platz. Bereits ab 1.750 1/min entwickelt der 2,0-Liter-Turbomotor ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe überträgt die Kraft an die Hinterräder. Geschaltet wird entweder automatisch oder via Schalttasten am Lenkrad. Somit beschleunigt der Sportwagen aus dem Stand in 6,6 Sekunden auf Tempo 100; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 226 km/h. Erstaulich bei solchen Werten erscheint der Durchschnittsverbrauch, der laut VW bei 4,3 Litern Diesel auf 100 Kilometer liegt. Dementsprechend niedrig sind die CO2-Emissionen: 113 Gramm pro Kilometer.

Mit entscheidend für den geringen Verbrauch sind zwei Technologien, die bereits in den neuesten BlueMotion-Modellen von Volkswagen zum Einsatz kommen und beim Concept BlueSport zum sogenannten Eco-Modus gehören: eine Start-Stopp-Automatik und die Rekuperation. So kann die Start-Stopp-Automatik in der Stadt bis zu 0,2 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer sparen. Darüber hinaus wird vorrangig beim Verzögern Energie von der Lichtmaschine erzeugt und in der Fahrzeugbatterie gespeichert, wodurch der Motor entlastet und der Verbrauch weiter reduziert wird.

Die von Volkswagen im Rahmen der Fahrzeugentwicklung definierten Ziele "maximaler Fahrspaß" bei "minimalem Verbrauch" haben sich auch auf die Karosseriekonstruktion ausgewirkt. So bringt der Concept BlueSport - obwohl der Wolfsburger Autobauer seinen Roadster als "Klassenbester in Sachen Karosserie-Steifigkeit" ansieht - weniger als 1.200 Kilogramm auf die Waage. Erreicht wurde das niedrige Gewicht durch konsequenten Leichtbau - unter anderem kommen ein nur 27 Kilogramm schweres Softtop sowie Hauben aus Aluminium zum Einsatz - und ein Karosserielayout mit kompakten Dimensionen.

Bei der Konzeption versuchten die Entwickler neben den kompakten Abmessungen, so misst der Roadster 3.990 Millimeter in der Länge sowie 1.745 und 1.260 Millimeter in Breite und Höhe, die Alltagstauglichkeit zu berücksichtigen. So spendiertem sie dem Roadster im vorderen Kofferraum 112 Liter Gepäckraum; im Pendant hinten können weitere 70 Liter Gepäckvolumen verstaut werden.

Für die Gestaltung des in Flexsilber lackierten und mit einem orangefarbenen Stoffverdeck ausgestatteten Concept BlueSport zeichnet das Team um Klaus Bischoff, Leitung Design der Marke Volkswagen, und Thomas Ingenlath, Leiter Design Center Potsdam, verantwortlich. Neben der niedrigen Höhe sind es Fakten wie der im Vergleich zur Gesamtlänge von rund vier Metern groß ausfallende Radstand (2.430 Millimeter) und die im Verhältnis zur Breite ebenfalls großzügigen Spurweiten, die das Bild prägen. Vorne zeigt der Sportwagen eine Spurweite von 1.490 Millimetern; hinten sind es 1.520 Millimeter. Die Dimensionen in Summe zeigen, dass die Karosserie des Concept BlueSport einerseits deutlich kürzer und noch flacher als etwa die des Scirocco ist, gleichwohl aber länger und sehr viel breiter ausfällt als zum Beispiel im Fall des kleinen Fox.

Im Frontbereich findet sich die mit dem Scirocco und dem aktuellen Golf vorgestellte neue Volkswagen Designsprache wieder. Vom neuen Polo, Golf und Scirocco bekannt ist die dominante Doppelquer-Spange, wie sie vom schmalen Kühlergrill und dem lackierten Stoßfänger gebildet wird. Im unteren Bereich schließen sich über die gesamte Fahrzeugbreite schwarz gehaltene Lufteintrittsöffnungen an, in die - unter einem transluzenten, dunkel getönten Kunststoff - die LED-Blinker integriert wurden.

Die Rückleuchten selbst zeigen mit ihrer Form bewusst Nähe zu den Scheinwerfern. Die Leuchten weisen innen ebenfalls eine c-förmige LED-Komponente auf, die weit in die Nacht und extrem hell bei jedem Bremsvorgang strahlt. Oberhalb des VW-Logos wurde in den Heckdeckel zudem die dritte Bremsleuchte integriert.

Nach unten hin prägt eine schwarze Querfläche das Bild, an deren äußeren Kanten die Auspuffendrohre platziert sind. Den Abschluss des Stoßfängers bildet eine aus den seitlichen Kotflügel- und Radlaufpartien abgeleitete Fläche, die in Wagenfarbe lackiert ist und zentral in der Mitte einen aerodynamisch als Diffusor angelegten Bereich aufweist.
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Autor(en): Caterina Schröder
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