17.06.2009

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Hochschule Karlsruhe: Neues Forschungsinstitut fokussiert computergestützte Materialforschung

Mit dem neuen "Institute of Materials and Processes" (IMP) entsteht an der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft neben dem Institut für Angewandte Forschung, der zentralen Forschungseinrichtung der Hochschule, das größte einzelne Forschungsinstitut. An ihm sollen in Zukunft durch die Entwicklung neuer rechnergestützter Modellierungs- und Simulationstechniken in der Werkstoffentwicklung Verfahren in der Produktions- und Fertigungstechnik optimiert und weiterentwickelt werden. Künftige Direktorin des neuen Instituts wird Dr. Britta Nestler, Professorin an der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik, Trägerin des Landesforschungspreises und Leiterin des Institute of Computational Engineering (ICE) sein.

Basis des neuen IMP ist der interdisziplinäre Zusammenschluss des Institute of Computational Engineering (ICE) an der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik mit dem Institut für Fertigungstechnik und Produktion sowie den Laboren für Fluidmechanik und Werkstoffprüfung an der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik - eine einmalige Verbindung von virtueller und angewandter Materialforschung.

Am neuen Institut werden die Studierenden beider Fakultäten mit allen Schlüsseltechnologien der Fertigungstechnik sowie der Werkstoffkunde und -simulation vertraut gemacht. Sie können mit den modernsten Fertigungstechnologien alle Prozesse und Abläufe einer industriellen Produktion direkt nachvollziehen und Problemlösungen unter realen Bedingungen erarbeiten. Die technischen Möglichkeiten des neuen Instituts sind auch Grundlage für zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Werkstoffbearbeitung und Fertigungstechnik an der Hochschule.

"Es war damit für uns an der Hochschule Karlsruhe nur ein logischer und konsequenter Schritt", erklärt Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, "die beiden an der Hochschule bestehenden Fachinstitute zusammenzuführen und mit weiteren Forschungseinheiten zu verbinden, um die Kompetenzen in computergestützter Materialforschung und in der Produktions- und Fertigungstechnik zu bündeln, um Methoden und Technologien zu verbessern und zu entwickeln, diese hohe thermische und mechanische Belastung von Werkstoffen in ihrer Bearbeitung möglichst gering zu halten."

Organisatorisch wird das Institute of Materials and Processes die Abteilungen Computational Materials Science and Engineering, Fertigungstechnik und Produktion, Fluiddynamik und eine Querschnittsabteilung Applied Materials Research beinhalten. Allein über das Institut für Fertigungstechnik und Produktion werden rund 50 wissenschaftliche und studentische Mitarbeiter und hochmoderne Bearbeitungsgeräte im Wert von circa drei Millionen Euro vollständig in das IMP integriert, über das Institute of Computational Engineering sind dies weitere 18 wissenschaftliche Mitarbeiter und eine Hochleistungsrechneranlage im Gegenwert von rund 630.000 Euro. An beiden Instituten arbeiten jeweils sechs Doktoranden an ihrer Promotion, die diese jetzt am IMP fortsetzen werden.
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Autor(en): Caterina Schröder
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