29.06.2009

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BMW Motorrad ConnectedRide: Drei weitere Assistenzsysteme für mehr Zweiradsicherheit

BMW Motorrad hat auf der internationalen Messe für Fahrzeugsicherheit ESV vier weitere Bausteine des Programms "ConnectedRide" vorgestellt. Nach dem Querverkehrs- und Ampelphasenassistenten (ATZonline berichtete) konzipierten die Entwickler speziell für Zweiradfahrer drei Warnsysteme - vor Schlechtwetter und Hindernissen sowie bei der Annäherung von Einsatzfahrzeugen. Als viertes System präsentierte BMW Motorrad den Entwurf des Elektronischen Bremslichtes, das im Kolonnenverkehr auf starke Bremsmanöver reagiert und diese blitzschnell und autonom nach hinten weiter signalisiert. Die "International Technical Conference on the Enhanced Safety of Vehicles" (ESV) fand vom 15. bis 18. Juni 2009 im neuen Kongresszentrum in Stuttgart statt.

Bei der Schlechtwetterwarnung wird der Motorradfahrer durch einen optischen Hinweis im Instrumentenkombi - optional auch mit einer Sprachansage im Motorrad-Kommunikationssystem - frühzeitig auf einen Streckenabschnitt mit widrigen Bedingungen wie Nebel, Regen, Schnee oder Glatteis hingewiesen. Der Assistent gibt darüber hinaus an, wann etwa mit dem Streckenabschnitt zu rechnen ist. Als Auslösealgorithmus denken die Forscher beispielsweise an eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen, die Nebelscheinwerfer oder Scheibenwischer einschalten. Diese Information, gekoppelt mit der Außentemperatur um die betroffenen Fahrzeuge, kann genutzt werden, um auf Schnee oder Hagel zu schließen. Als weitere Sensoren kommen Regensensoren, Regelsysteme wie DSC, oder eingeschaltetes Nebelschlusslicht in Betracht.

Die Hinderniswarnung signalisiert dem Motorradfahrer ebenfalls durch einen optischen Hinweis im Instrumentenkombi - optional mit einer Sprachansage -, wenn er mit einem Hindernis auf seiner Fahrbahn rechnen muss. Dies kann ein liegengebliebenes Fahrzeug am Straßenrand, ein Unfall, Glätte auf einem begrenzten Abschnitt, oder ein Stauende sein. Die Warnung soll mit einer Angabe gekoppelt werden, wie weit etwa das Hindernis noch entfernt ist. Auslöser für die Warnung kann das oder die betroffenen Fahrzeuge sein, die Warnung und Position an sich annähernde Fahrzeuge versenden.

Bei der Einsatzfahrzeugwarnung handelt es sich um einen frühzeitigen Hinweis in Form einer optischen Anzeige im Instrumentenkombi, dass sich von hinten ein Einsatzfahrzeug nähert. Ein eindeutiges Symbol - beispielsweise für Blaulicht - warnt den Fahrer, verbunden mit der Angabe des Circa-Abstandes. Diese Entfernungsinformation wird in 50 Meter-Schritten herunter gezählt, so dass der Biker seine Fahrweise entsprechend anpassen und gegebenenfalls an den Straßenrand fahren kann. Zusätzlich zu dem optischen Hinweis im Instrumentenkombi kann auch hier eine Sprachansage erfolgen. Der Hinweis erlischt, wenn das Einsatzfahrzeug passiert wurde. Die Entwickler von BMW Motorrad denken außerdem darüber nach, die Routenplanung des Einsatzfahrzeugs mit in die Warnstrategie einfließen zu lassen und damit beispielsweise auch vor einem Richtungswechsel des Einsatzfahrzeuges warnen zu können.

Die Idee hinter dem Elektronischen Bremslicht ist die Tatsache, dass im Kolonnenverkehr die Bremslichter eines Fahrzeugs, das stark verzögert wird, von Folgefahrzeugen möglicherweise verdeckt werden. Dadurch entstehen Reaktionsverzögerungen, die zu Auffahrunfällen führen können. Um den nachfolgenden Verkehr möglichst frühzeitig über die Bremsung zu informieren, wird dieser Hinweis beim Elektronischen Bremslicht per Kommunikation an die anderen Verkehrsteilnehmer übertragen. Dies erfolgt durch eine Anzeige der Warnmeldung im Instrumentenkombi sowie durch eine akustische Warnmeldung, die an den Fahrer ausgegeben wird.
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Autor(en): Caterina Schröder
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