02.02.2012

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Gemeinsame Graduiertenschule von HAW Hamburg und Universität Hamburg

Künftig bietet auch die HAW Hamburg eine strukturierte Doktorandenausbildung an. Zusammen mit der Universität Hamburg wurde eine Graduiertenschule zur Energieforschung gegründet. Finanziert wird diese Kooperation von der Forschungs- und Wissenschaftsstiftung Hamburg. Bewerbungen für die Promotionsstipendien sind ab jetzt einzureichen.

Schlüsseltechnologien für eine effiziente Speicherung und Nutzung von fluktuierenden, erneuerbaren Energien sollen in der "Graduate School Key Technologies for Sustainable Energy Systems in Smart Grids" entwickelt werden. Dazu gehören zum Beispiel Energiequellen wie Sonne, Wind oder Biogas.

Von der HAW Hamburg sind Professor Dr. Karl-Ragmar Riemschneider und Professor Dr. Wolfgang Winkler (beide Fakultät Technik und Informatik) sowie Professor Dr. Paul Scherer (Fakultät Life Sciences) mit insgesamt drei Doktorandenstellen beteiligt. Damit sind sie gleichberechtigt als Partner in die Promotionsvorhaben der Universität eingebunden. In der multidisziplinären Einrichtung beteiligen sich Doktoranden aus den Fachgebieten Chemie, Physik, Biotechnologie und Ingenieurwissenschaften. Professor Riemschneider von der HAW Hamburg sagt: "Insgesamt sind in das Kolleg acht Doktorandenstellen und eine Post-Doktorandenstelle eingebettet. Wir bieten Master-Absolventen von der HAW Hamburg und der Universität gleiche Chancen. Den Bewerber/innen stehen Stipendien zur
Verfügung."

Das von Karl-Ragmar Riemschneider betreute Forschungsprojekt beschäftigt sich mit drahtlosen Sensoren zur Überwachung des Ladezustands von Batterien. Die Sensoren sollen den Zustand der einzelnen Batteriezellen ermitteln und so helfen, den Funktionskreislauf der Batterie zu optimieren. Dadurch kann die Lebensdauer einer Batterie deutlich verlängert werden.

Das Vorhaben von Professor Wolfgang Winkler befasst sich mit der Systemtechnik und -optimierung von sogenannten "Flow-Batteries". Diese bieten die Möglichkeit, Leistung und Speichervermögen der Batterie voneinander unabhängig einzustellen und elektrische Energie auf chemischem Weg nahezu ohne Selbstentladung auch über längere Zeiträume zu speichern. Dabei ist die Prozessführung von entscheidender Bedeutung, um eine optimale Einbindung von Flow-Batteries als Speichermedien in Netzen mit regenerativen Energiequellen zu ermöglichen. Die Entwicklung fortschrittlicher Prozessführungsansätze wird Gegenstand dieses Teils des Graduiertenkollegs und der entsprechenden Promotion sein.

Paul Scherers Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Steuerung von Mikroorganismen in Biogasanlagen mittels einer Fuzzylogik-Regelung. Gelingt es, die Tätigkeit von Mikroorganismen gemäß dem Strombedarf kontrolliert an- beziehungsweise abzuschalten, können Biogasanlagen über die Verstromung von Biogas zu dem Zeitpunkt Energie produzieren, zu dem sie benötigt wird.

Neben ihren Forschungsarbeiten werden alle acht Doktoranden in der gemeinsamen Graduiertenschule durch ein integriertes Ausbildungsprogramm gefördert. Das Kooperationsprogramm zwischen Universität Hamburg und HAW Hamburg beinhaltet Vorlesungen, gemeinsame Vortragsseminare, Workshops und eine Summer School. Finanziert wird diese Kooperation nach einem eingehenden Auswahlverfahren von der Forschungs- und Wissenschaftsstiftung Hamburg im Rahmen der Förderlinie "Kooperative Graduiertenkollegs" (Landesexzellenzinitiative LEXI.).
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Autor(en): Katrin Pudenz
 
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