16.08.2011

    « | »
DOSSIER
VERSENDEN
DRUCKEN
BOOKMARK
RSS-Feed
NEWSLETTER

Zukunft Fahrerassistenz - Schlankere E/E-Architektur und Tests

Der Markt für Fahrerassistenzsysteme wächst enorm. Über die Bestellquoten können sich Autohersteller freuen, aber nicht über die ausufernde Komplexität in den Systemarchitekturen. BMW baut vor, mit der von Forschern geforderten funktionsorientierten E/E-Architektur. Was 2015 kommt, verrät der OEM in der ATZelektronik. Die Komplexität bringt auch Tests von Fahrerassistenzsystemen an die Grenzen. Audi sichert deswegen künftig mittels Hardware-in-the-Loop-Technik ab statt im realen Fahrversuch. Im Interview mit Bosch wird deutlich, dass sich der Entwicklungsaufwand lohnt, denn ohne diesen funktioniert beispielsweise Car-to-X-Kommunikation und autonomes Fahren nicht.

"Es handelt sich hier um gewachsene E/E-Architekturen", so formulieren Elektroniker ihr Arbeitsfeld. Das hört sich harmlos an. "Gewachsen" klingt gar positiv. Das Gegenteil ist der Fall. Die Bordnetzarchitekturen platzen ungeordnet aus allen Nähten. Zulieferer und Automobilhersteller wissen, dass sich heutige Architekturen nicht für mehr Fahrerassistenzsysteme, nicht für die zunehmende Systemvernetzung im Auto und für Car-to-X-Technologien eignen.

BMW reagiert: Ab 2015 verfügt jede neue Fahrzeuggeneration des Herstellers über eine schlanke und funktionsorientierte E/E-Architektur. Dr. Markus Krug, Abteilungsleiter "Assistenzsystem Fahrererlebnisplatz" gibt einen Einblick in die noch laufende Entwicklung. Am Beispiel eines Umfeldmodells wird deutlich, wie sich die Entwicklungsprozesse beschleunigen lassen, wie die Qualität der Assistenzfunktionen steigt und wie Kunden davon profitieren.

Technologien für Fahrerassistenzsysteme wie Radar, Lidar, Video, Ultraschall sind jetzt so ausgereift, dass nach zehn Jahren der Entwicklung und fehlender Akzeptanz nun die Nachfrage erstmals in die Höhe schnellt. Mit den höheren Stückzahlen sinken die Kosten, was den Einzug der Systeme in die Kompaktklasse ebnet. "Diese Demokratisierung brauchen wir", betont Wolf-Henning Scheider. "Denn ohne diese Breitenwirkung lassen sich die Ziele auf dem Weg zum unfallfreien Fahren nicht erreichen", sagt der Bosch-Geschäftsführer. Und diese Motivation sei das Hauptargument, um die Legislative für Gesetzesänderungen zu gewinnen. Das Wiener Abkommen, das autonomes Fahren untersagt, muss modifiziert werden - spätestens wenn die Systeme 100-prozentige Sicherheit nachweisen, unterstreicht Scheider.

Nicht nur mit den noch zu entwickelnden Netzwerktopologien kommen die Automobilhersteller in den Sog der erhöhten Nachfrage. Die Fahrerassistenzsysteme müssen auch möglichst effektiv getestet werden. Heute werden diese Systeme durch reale Testfahrten validiert. Das ist aber viel zu teuer und aufwendig, sagt beispielsweise Audi. Deswegen entwickelte der OEM ein System zur "virtuellen Probefahrt", eine Innovation im Bereich der Hardware-in-the-Loop-Simulation. Mit dem Prüfstand ist es erstmals möglich, verschiedenartige Fahrerassistenzsysteme mit heterogenen Sensorkonzepten parallel zu betreiben. Hier gelingt es in der Simulation, eine Datenfusion zwischen den Sensoren verschiedener Einzelsysteme durchzuführen und zu testen.

(Bild: BMW)
mehr ...
THEMENDOSSIERS
Alle Themendossiers anzeigen oder ein Dossier zu Ihrem Thema auswählen:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z #
start
FACHARTIKEL ZUM THEMA
Neue Methoden zur Entwicklung von Assistenzsystemen
Neue Methoden zur Entwicklung von Assistenzsystemen 25.05.2012 - Die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen (FAS) im Fahrzeug nimmt wegen deren sicherheits- und komforterhöhenden Funktionen immer größeren Raum ein. Dabei entwickeln Zulieferer zunehmend auch über Steuergerätegrenzen hinweg Komponenten und Sensorsysteme. Dies... » mehr
Bewertung heutiger und zukünftiger Kraftstoffe mit biogenen Anteilen (11.05.2012)

Virtuelle Entwicklung von Steuergerätefunktionen für vollvariable Ventiltriebe (11.05.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
WHITEPAPER ZUM THEMA
Model-Based Design für AUTOSAR Komponenten (The Mathworks)
Model-Based Design für AUTOSAR Komponenten (The Mathworks) 30.07.2008 - ESP, Spurkontrolle und Einparkhilfe zeigen, wohin der Weg in der Automobilelektronik geht: Die neuen Entwicklungen nehmen die Fahrzeugumgebung wahr, interpretieren sie und unterstützen den Fahrer bei seinen Manövern. In Zeiten, in denen der Verkehr... » mehr
start
INTERVIEWS ZUM THEMA
"Wir wollen den elektrischen Stromverbrauch halbieren"
"Wir wollen den elektrischen Stromverbrauch halbieren" 06.02.2012 - Wird mehr elektrische Leistung gefordert, steigt der Kraftstoffverbrauch. Elmar Frickenstein muss trotz der wachsenden Anzahl von elektrischen Verbrauchern und Funktionen im Auto für mehr Effizienz im Energiehaushalt sorgen. ATZelektronik diskutierte mit dem... » mehr
"Elektrofahrzeuge erfordern zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen" (30.01.2012)

"Wir befinden uns in einem radikalen Umbruch" (12.12.2011)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
WebTV ZUM THEMA
Semiaktive Fahrwerkstechnik: Die Dynamic Damping Control von BMW Motorrad
Semiaktive Fahrwerkstechnik: Die Dynamic Damping Control von BMW Motorrad 05.07.2011 - Im Bereich der Fahrwerks- und Regelsystemen kündigt sich bei BMW Motorrad ein neuer Entwicklungsschritt an: das semiaktive Fahrwerksregelsystem Dynamic Damping Control, kurz DDC. Es ist ein System, das automatisch sowohl auf Fahrmanöver wie Bremsen, Beschleunigen... » mehr
Notbremsassistent von Continental (04.09.2009)

start
NACHRICHTEN ZUM THEMA
Gentex liefert neue Multifunktionskamera mit Fahrerassistenzfunktionen für den Ford Explorer
Gentex liefert neue Multifunktionskamera mit Fahrerassistenzfunktionen für den Ford Explorer 25.05.2012 - Gentex aus Zeeland, Michigan/USA, wird für die Modelle 2013 des Ford Explorer automatisch abblendende Rückspiegel mit einem neuen kamerabasierten Fahrerassistenzsystem liefern. Bei dem neuen Assistenzsystem setzt Gentex sein erstes Multifunktionskamerasystem mit... » mehr
Manner entwickelt Flexplate-Drehmomentaufnehmer (24.05.2012)

Intralogistikmesse CeMAT richtet sich neu aus (24.05.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
FIRMEN ZUM THEMA
TESIS DYNAware Technische Simulation Dynamischer Systeme GmbH
TESIS DYNAware Technische Simulation Dynamischer Systeme GmbH
D 81379 München

AFT Atlas Fahrzeugtechnik GmbH
(D 58791 Werdohl)

Melexis Microelectronic Integrated Systems
(B 8900 Ieper)

mehr  MEHR ANZEIGEN
start
BÜCHER ZUM THEMA
Automobilelektronik
Automobilelektronik 17.01.2012 - Eine Einführung für Ingenieure Systematisches Studienbuch zur Automobilelektronik Sichere und effizientere Autos durch Elektronik Systematische Darstellung der Autoelektronik wie sie für das Studium benötigt wird ... » mehr
Hydraulik (08.11.2011)

Bussysteme in der Fahrzeugtechnik (03.11.2011)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
 
start
PREMIUM PARTNER
start
LOGIN FACHARTIKEL-ARCHIV
 
start
AKTUELL IM ATZblog
ATZblogZuversicht
Dr. Johannes Liebl
Im Blog von ATZonline (ATZblog) berichten Entscheider aus Industrie und Forschung sowie Beiräte, Herausgeber und Redaktion der ATZ & MTZ über aktuelle Themen und Personen der Automobilindustrie.
start
NEUE WHITEPAPER ONLINE

» FOSS Management Study

» SONEX WK thermo-akustischer Absorber

start
NEWSLETTER
Mit dem Newsletter erhalten Sie zwei Mal in der Woche aktuelle News, Berichte, Events und Interviews aus der Automobiltechnik und Automobilentwicklung. Natürlich kostenlos!

Exklusiv für Newsletter-Abonnenten:
regelmäßig kostenlose Fachartikel

  
start
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE
Das Wissen der Experten:
Qualitätsgeprüft. 25.000 Stichwörter. Kostenlos.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen
start
ATZLIVE NEWSLETTER
Bleiben Sie informiert!

Mit den kostenlosen Newslettern von ATZlive.
Sehen Sie hier:
start
KOOPERATIONEN
eCarTecElektro-Mobil Kongress
 
RSS Home Springer Automotive Media Mediadaten AGB/Datenschutz Impressum Kontakt

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2012